Es geht doch gar nicht um Frauen, die Karriere machen, die sich durchsetzen und ihre Reize einzusetzen wissen. Ging es nie. Es geht um knackige Schicksen, die wie die Wilden auf der Theke tanzen, hautenge und bauchfreie Klamotten tragen und sich Eiswasser auf die (bedeckten) Titten schütten.
Männer sollen hier reingehen, die Frauenstory von der Songwriterin soll nur die Frauen vom Wegbleiben abhalten.
Darum soll es auch keinen wundern, wenn das titelgebende „Coyote Ugly“-Lokal, in dem es so wild und dennoch kontrolliert zugeht, in der Handlung eigentlich nur eine Nebenrolle spielt, allerdings die einzigen Szenen produziert, an die man sich später noch ernsthaft erinnern kann.
Der Rest ist die Story vom songschreibenden Entlein, das halb naiv und halb gewieft (danke, daß sie nicht ganz blöd ist) sich durch die harte Welt des Musik-Biz schlägt. Das haben wir alles schon zur Genüge gesehen, die dreckige Wohnung; der übervorsichtige und später enttäuschte Vater; der Freund, der erst ein Arschloch zu sein scheint; Ablehnungen, Fastaufgabe, Kompositionen auf den Dächern von New York...tritratrulala...
Neumaus Piper Perabo (wer?) hascherlt sich durch die Füllszenen (machen hier 70 % des Films aus) und dabei wollen wir doch was über das Lokal und die Mädels wissen), John Goodman wird am Ende versöhnt, unsere Heldin fliegt und wird doch wieder aufgenommen und am Ende jodelt Jungsängerin LeeAnn Rhimes einen veritablen Radiohit, den wir alle bis zum Erbrechen gehört haben auf der Theke und alle sind glücklich. Außer allen, die noch mehr Titten erwartet haben.
Grundsätzlich sympathisch aber hoffnungslos vorhersehbar kann man diesen Film gut beim Bügeln mitlaufen lassen (entweder Hemden oder Mann/Frau, je nachdem) und alle sind irgendwie glücklich. Ist doch schön, oder?
Was ist schön?
Hab ich vergessen. War wohl nicht so wichtig... (6/10)