Diese sollte der Lichtstreif am dunkel gewordenen Superhelden-Horizont sein. Natürlich ist generell alles erzählt und eine derartige Figurenansammlung kein guter Boden für eine tiefgründige Charakterentwicklung. Dennoch gab es sinnvolle Überlegungen, um Kritiker und Publikum wieder mehr auf seine Seite zu bringen. Etwas düsterer als die letzten Versuche, außer im Finale, weniger künstlich wirkende CGI-Konstrukte, generell geerdeter. Die Helden mit Makel sind natürlich Geschmackssache, aber greifbarer als die ewigen aalglatten Langweiler und generell ein frischer Ansatz. Dazu die gelungene Visualisierung einer mentalen Verstimmung, das gab es meines Erachtens so noch nicht. Im Zeitalter der eingeredeten Schwermut und Traumata von allem möglichen wohl längst fällige Konsequenz. Das Publikum tat es den Kritikern gleich und würdigte das Werk positiv. Irgendwann ging aber doch an den Kassen die Puste aus, vermutlich fehlen doch die großen Namen, in jeglicher Hinsicht. Trotz großer Zahlen fehlen ein paar Millionen zum Erfolg. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert, steht damit aber in den Sternen. Es sollte aber bei den „Thunderbolts“ bleiben, die „ „New AVENGERS“ Karte zu ziehen wirkt einfach faul und unangenehm kommerziell.