Review

Fight Plan

„Exterritorial“ ist einer der weltweit (!) erfolgreichsten/meistgeguckten Filme auf Netflix dieses Jahr und lässt eine Mutter und ehemalige Soldatin ihren Sohn in der amerikanischen Botschaft in Frankfurt spurlos verlieren…

Das Vorbild von „Exterritorial“ liegt ganz klar bei Jodie Foster in einem Flugzeug, doch das Konzept wird hier wesentlich action- und kampflastiger umgesetzt. Fast „Flight Plan“ meets „Ballerina“. Die Geschichte macht kaum Sinn, aber durch Tempo, Spannung und Powerfrauen wird einem zumindest wenig Zeit gelassen um über Logiklöcher und an den Haaren Herbeigezogenes allzu lange nachzudenken. Es ist die Art von Thriller, die universell und mainstreamig sehr gut funktioniert, da wundert man sich null, dass sich das in den Netflixcharts eine Zeit lang regelrecht festgesetzt hatte. Eine amerikanisch-deutsche Koproduktion mit Schwachsinn und Schmackes. Muss man nicht glauben - kann man aber schlucken. Wirkt zumindest nie gänzlich lächerlich und trashig. Meist hochwertig. Einige Fights hauen gut was klein. Und die beiden Leading Ladies alleine lassen keine Langeweile aufkommen und sind mehr als nur Eyecandy mit Chemie. Manchmal meint man gar die zwei wären kurz vor'm Kuss. Umso weniger man nachdenkt, desto besser geht das alles durch. Richtig hängen bleibt „Exterritorial“ bei mir aber nicht. Respektabel ist’s aber schon. Nicht nur wegen seinem Erfolg rund um die Fernseher des Globus'. 

Fazit: wenn man über einige Unzulänglichkeiten, Dummheiten oder zumindest Fragwürdigkeiten hinwegsieht, vielleicht ein goutierbarer Actionthriller mit weiblicher Schlagseite. Im Grunde aber nur was für den hohlen Guckzahn - wie so oft bei Netflix… Egal aus welchem Land. 

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