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Malerin Mary wird von Alpträumen geplagt . Zur Entspannung fliegt sie mit ihrem Mann und einem befreundeten Pärchen auf eine fast verlassene Insel . Obwohl sie noch nie dort war , erkennt sie komischerweise einige der Gebäude wieder , denn sie hat die Gebäude in ihren Träumen gesehen und in ihren Bildern gemalt . Als sei dies nicht schon mysteriös genug , verschwindet bald auch noch ihr Mann David ...

Im Prinzip ist " The Slayer " ein recht stimmungsvoller Thriller , der mehr versucht seine Spannung durch eine beunruhigende Atmosphäre aufzubauen , statt durch einen hohen Bodycount . Er legt anfangs viel Wert darauf die Insel mit dem verlassenen Theater schön unheimlich darzustellen und wirkt mit seinen vielen Blitzen und dem peitschenden Regen fast wie ein klassischer Haunted House Film aus den Anfängen des Kinos . Man sollte hier also weder großen Slasher , noch Monsterfilm erwarten . Die paar Mordszenen sind für das Alter des Films auch recht überzeugend gestaltet , so dass sie durchaus in einem der frühen klassischen Slasher hätten vorkommen können . Auch , dass überhaupt nicht klar ist , mit welcher Bedrohung man es eigentlich zu tun hat , hat für mich die Spannung durchaus erhöht .
Problematisch macht den Film jedoch die geringe Anzahl der Figuren und deren fast lethargisches Vorgehen . Da verschwindet einer der beiden Männer nachts ohne ein Wort zu sagen , doch man macht sich erst viel später auf die Suche nach ihm . Auch wäre es vielleicht nicht allzu schlecht gewesen , wenn man den Figuren einen anderen Grund gegeben hätte die Insel zu besuchen , als sich nur zu entspannen . So wird nur ein bisschen am Strand oder im Haus herumgelungert . Fast hatte ich dabei den Eindruck , dass der Regisseur selber nicht genau wusste , was die Figuren unternehmen sollten um die Zeit bis zur nächsten wirklich wichtigen Szene zu überbrücken .
Das ist alles besonders deswegen schade , da ich den "Showdown" im Haus dann wieder ziemlich spannend fand . Die Enden ( denn es gibt zwei ganz kurze hintereinander ) sind allerdings jedes für sich genommen nicht gerade überzeugend , wobei das zweite ( welches wohl erst gedreht wurde nachdem der Film schon fertig war ) noch mehr enttäuscht als das erste Ende , mit dem ich noch hätte leben können .

Fazit : Eine beunruhigende Atmosphäre , tolles Setting und ein paar recht nett gestaltete Effekte , doch die wenigen handelnden Figuren und die überhaupt nicht durchdachten Enden lassen den Film insgesamt wieder abfallen . Dennoch 6 Punkte , da ich den "Showdown" noch mal recht spannend fand .





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