Ein wirklich erfrischendes Crossover aus grundverschiedenen Genres und generell ein kleiner Culture Clash. Die ersten 20 Minuten sind ein flotter Eastern / Martial Arts mit einer überzeugenden weiblichen Protagonistin. Plötzlich die Überraschung, wir sind nicht in Hongkong oder ähnlich, sondern mitten in italienischem Flair - Pasta, Familie, Mafia. Wir erleben Schicksale, Drama und Romantik, allerdings ohne, dass die Action ganz ins Abseits gerät. Trotzdem wird es wohl schwer ein Zielpublikum zu finden, welches alle angeschnittenen cineastischen Bereich gleichwohl zu schätzen weiß. Die Alles-Seher mit umfassender Liebe zum bewegten Bild in all seinen bunten Sparten allerdings, sollten auf jeden Fall glücklich im Abspann dasitzen. Hier schallt womöglich auch noch einiges an Tiefgang nach. Der Blick auf ein sterbendes altes Europa, ohne erhobenen linken oder rechten Zeigefinger, einfach das Bild des unaufhaltsamen Laufes der Zeit. Das Feuer des Fortschritts ist erloschen. Die nächste Hochkultur die sich als endlich erweist, verdunkelt vom Schatten der Demokratie, zerfressen von Korruption, geschwächt von einer Invasion der Bedürftigen und Nutznießer, zermalmt unter dem Aufstreben anderer Parallel-Kulturen. Europa, auf noch ein paar schöne Jahre und noch mehr Erinnerungen.