Martial Arts-Action aus Italien? Oh ja, und die funktioniert gerade mal genauso gut wie bei Iko Uwais (Headshot u.a.) oder Keanu Reeves (John Wick). Die Story ist rudimentär, dient aber als roter Faden für die mannigfaltige Martial Arts-Action, die hier sehr gut in Szene gesetzt ist und allerhand knüppelharte Aua-Momente bietet.
Was trotz gutem Ansatz und großartiger Fights stört, ist die extreme Spielzeit des Films. Weit über zwei Stunden für eine rudimentäre Rache-Geschichte sind viel zu aufgeblasen und so strotzt der Film vor langatmigen und nebensächlichen Inhalten, teilweise sogar ganzen Szenen, die weder Story noch Dramaturgie untermauern. Die Verknüpfung von Rache- und Gangstergeschichte mit Familiendrama und Lovestory gelingt ebenfalls nur obligat, sodass die letztgenannten Zutaten wenig fundamental und in aller Konsequenz aufgesetzt wirken. Schade, dass hier nicht mehr gestrafft wurde. Dem Film hätte das im Gesamten sehr gut gestanden.
Fazit: Tolle Action und großartige Fights fallen dem Trend überlanger Filmlaufzeiten zum Opfer und gehen in der langatmigen Aufarbeitung des Handlungsrahmens leider unter.