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Zweiter Weltkrieg 1944: Saito und Bronson werden auf einem japanischen Gefangenenschiff, kurz bevor es versenkt wird, aneinander gekettet, können aber rechtzeitig fliehen. Sie stranden auf einer nahen Insel, doch dort lauert eine amphibische Kreatur auf sie.


Hier wurden Ideen einiger Filme in einen Topf geworfen und durch den Mixer gejagt. So musste ich im Verlauf nicht nur an Creature From The Black Lagoon denken (natürlich), sondern auch an Flucht in Ketten und Hell in the Pacific. Herauskam kein besonders ausgefeilter Filmsmoothie, aber einer, der Spaß macht.

Die Story steigt direkt ein, zeigt uns nur kurz die Situation der Gefangenen und schon nach kurzer Zeit sind unsere Protagonisten auf der Insel angelangt. Natürlich bleiben Feine erstmal Feinde, bis die gemeinsame Bedrohung sie eint.

Das Tempo bleibt weitgehend hoch, hat lediglich in der Mitte einen kurzen Durchhänger, wenn etwas zu lang und sinnfrei durch den Dschungel gestapft wird. Denn mal ehrlich, wenn zwei Leute an gleicher Stelle einen Hang hinunterrutschen, dann landen sie nicht gefühlte x Kilometer voneinander entfernt, nur um sich an aus gegensätzlichen Richtungen kommend wiederzutreffen. Da patzt das Drehbuch deutlich, wohingegen der Rest für so ein Creature-Feature durchaus als gelungen betrachtet werden kann.

Das Setting WWII dient vor allem als Aufhänger für die Story.


Die Kreatur ist ordentlich gemacht, kommt nicht aus dem Rechner, sondern ist ganz klassisch ein Mensch im Gummimonsteranzug, was in der Zeit des CGIs mal wieder ganz erfrischend ist. Dass sie lange Zeit nur durch Büsche hindurch zu erahnen ist oder aus der Ferne gezeigt wird, ist dem Ganzen auch höchst dienlich. Das Ding splattert sich zunächst ein wenig über die Insel, reißt Köpfe ab und auf, was früher eine dicke rote 18 ergeben hätte, heutzutage aber nur den blauen FSK16-Flatschen bekommt. Reicht auch. Der Auftritt eines Krokos soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, ist er doch der lässigste und witzigste Moment des Films. Cool Croc rules. Die finale Konfrontation kann man ruhig als kreativ bezeichnen und das Ende verläuft dann tatsächlich doch etwas anders als erwartet.

Handwerklich ist das auf ordentlichem Niveau, der Score ist gefällig, insbesondere die wummernden Beats der Endcredits mag ich sehr. Die Kamera arbeitet sauber und fängt sowohl die Insel als auch die Fights gut ein, die übrigens mit einigem Drive inszeniert sind und glaubhaft weh tun. Darstellerisch ist das solide, für solchen B-Horror auf jeden Fall mehr als ausreichend. Gleiches gilt für die CGI-Effekte, die zwar nicht wirklich gut aussehen, aber völlig ausreichen.


Kein großer Reißer, aber ein netter Spaß für zwischendurch, wenn das Hirn mal eine Pause braucht. Insofern ist ein Rewatch (bei mir) recht wahrscheinlich.



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