Spaßige Slapstickkomödie mit Leslie Nielsen in Höchstform.
Story:
Lieutenant Frank Drebbin (Leslie Nielsen) ist einem unbekannten Killer auf der Spur, der seinen Partner Detective Nordberg (O.J. Simpson) fast das Leben gekostet hätte. Durch Nordberg´s Informationen und harter Polizeiarbeit wird Frank auf den reichen und mächtigen Geschäftsmann Vincent Ludwig (Ricardo Montalban) aufmerksam.
Ludwig ist zum Vorsitzenden des Empfangskomitees von Queen Elizabeth II. von England ernannt worden, die der Stadt L.A. einen Besuch abstatten will.
Frank ist für die Sicherheit von Queen Mum verantwortlich.
Jedoch glaubt er das Vincent Ludwig einen Anschlag auf die Königin plant.
Nur leider muss er diese schweren Beschuldigungen auch beweisen können ....
Schauspieler:
Leslie Nielsen spielt Frank Drebbin.
Obwohl Leslie Nielsen zu dem Zeitpunkt schon auf eine enorm große Filmographie zurückblicken konnte, wurde er erst mit „Die nackte Kanone“ zum Star.
Wenn er immer seine ernsthafte Miene aufsetzt und wildes Zeug daher quasselt, dann ist er einfach Spitze und auch unglaublich komisch.
Vor allem dieser hoffnungslose Ausdruck von ihm, wenn er gerade nicht weiß was in diesem Moment vor sich geht, regt zum Lachen an.
Er spielt hier die Rolle seines Lebens und die wurde auch oft in vielen seiner anderen Filmen kopiert, die kamen aber nie an seine „Nackte Kanone“- Trilogie heran.
Priscilla Presley spielt Jane Spencer.
Als verführerische und ehrgeizige Sekretärin ergibt sie das passende Gegenstück zu Leslie Nielsen.
Sie sieht wirklich heiß aus und weiß auch genau wie sie ihre Reize am besten zum Vorschein bringt.
Ricardo Montalban spielt Vincent Ludwig.
Als geldgieriger und machtbesessener Geschäftsmann besitzt er viel Charisma. Vor allem wie er sich selbst und seine antiken Schätze inkl. Fischsammlung präsentiert ist köstlich, weil darauf später wieder einige Gags und einige noch chaotischere Ereignisse folgen.
Das ist eins der Höhepunkte im Film.
O.J. Simpson spielt Detective Nordberg.
In einer kleinen Nebenrolle sehen wir ihn in einer Szene am Anfang des Films als verletzten und von 6 Kugeln getroffenen Bullen, der danach zusätzlich noch ein paar Slapstickeinlagen veranstaltet, bevor er in den Fluss fällt, die ganz amüsant sind.
Inszenierung:
Die Story von „Die nackte Kanone“ ist zwar sehr simpel und wenig innovativ, doch darum geht es hier nicht. Viel mehr werden Polizeifilme durch den Kakao gezogen und man versucht typische Klischees zu veralbern. Das funktioniert auch meist sehr gut. Vor allem wenn Frank darüber redet, das Frauen und Polizisten nicht zusammen passen, ergibt das einige tolle Gags. Auch die Unterschlagung und damit verbundene Fahrlässigkeit von Beweismitteln, was zur Hinrichtung eines Häftlings führte, ist witzig. Genau wie der Kinogang der beiden Turteltäubchen Frank und Jane, wo auf der Kinotafel der Filmtitel „Platoon“ zu entziffern ist und beide entspannt aus dem Kino kommen und ihren Spaß haben und lachen, bringt wieder einen hervorragenden Einfall zum Vorschein.
Eine der besten Szenen ist wenn Frank anfangs auf der Pressekonferenz mit dem Mikro noch am Hemd dran, aufs Klo geht und man sein strullern voll aufgedreht über die Mikrofone zu hören bekommt.
Was noch gut ist, wenn er den Dockarbeiter befragt und sich beide die Fragen abwechselnd um die Ohren hauen und auf Antworten sich die Geldscheine gegenseitig zuschieben, dann kommt einfach Fun auf.
Die Idee mit dem per verabreichten Gehirnwäsche umfunktionierten Killer ist zwar wie aus einem schlechten C-Movie, ist aber toll in den Film eingefügt. Denn die gewissenlosen Killer sind immer Leute, von denen man es am wenigsten erwartet.
Oftmals verursacht Frank Drebbin auch viele Unfälle selbst und ist sich diesen gar nicht bewusst.
So auch die Rutschpartie von ihm auf dem Tisch inkl. Besteigung der Queen Mum. *Köstlich*
Frank versucht sich auch durch falsche Identität als Stadionsänger inkl. Gesangeinlage der Nationalhymne, um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen.
Das geht jedoch gründlich schief, deshalb muss er vor der anstürmenden Polizei flüchten.
Das Abtasten und durchsuchen der Spieler auf dem Feld ist ein weiterer Höhepunkt des Films und Frank bringt als Schiedsrichter seine eigenen Regeln ins Spiel mit ein und beeinflusst es wie es die Situation gerade erfordert. Dabei regen sich alle Anwesenden auf den Platz auf und sogar die gegnerischen Mannschaften verbünden sich und gehen auf den falschen Schiedsrichter los.
Einfach zu geil!
Zum Schluß gibt es noch in einem Baseballstadion eine Liebeserklärung von Frank an Jane samt neugierigem Publikum und Live-Übertragung auf der Großbildleinwand.
Allerdings wird es hier etwas zu kitschig, was natürlich seitens der Macher so gewollt war, aber man hätte auch weniger dick auftragen können.
Somit präsentiert man hier zwar einige Muster und Klischees aus Polizeifilmen, doch viel mehr bekommt man hier eine Aneinanderreihung von Gags und Slapstickeinlagen geboten.
Die können zwar nicht alle zünden, aber sind gut verteilt und können auch über die komplette Laufzeit unterhalten. Abnutzungserscheinungen treten zwar bei mehrmaligen Sehen etwas auf, weil man die Witze schon kennt und somit voraussehen kann, dennoch regen sie immer wieder zum lachen an.
Fazit:
Über den Plot braucht man überhaupt nicht großartig nachzudenken, sondern sich an den tollen und witzigen Dialogen, Gags und dem Unfug den Leslie Nielsen betreibt, entspannt zurückzulehnen und den Film genießen.
„Die nackte Kanone“ soll für gute Laune sorgen und genau dieses Kriterium erfüllt der Film auch.