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Satteltramp Chuka kommt mit einer Postkutsche, der er geholfen hat ein Rad zu wechseln, ins Fort Clendennon. Doch hier erwartet man einen Angriff der Arapahoe. Auch Chuka kann nicht entkommen, denn die Frau, die er liebt, ist auch im Fort.


Von Indianern belagerte und angegriffene Forts sind Thema in vielen Western. Meist wird das dann aus Sicht der Weißen betrachtet, die in der Regel zufällig oder zumindest unschuldig ins Visier der wütenden Krieger geraten sind. Die Beweggründe der Indianer bleiben üblicherweise im Dunkeln, es genügt, dass sie angreifen und die anderen sich verteidigen müssen.

Chuka geht da einen etwas anderen, leicht differenzierteren Weg. Auch hier sehen wir natürlich alles aus Sicht der weißen Protagonisten, doch bekommen wir immerhin auch den Hunger der Indianer und ein paar spannende taktische Kriegsvorbereitungen zur Eroberung des Forts zu sehen. Und der Hunger, letztlich also die Not zu überleben, ist die klar benannte Triebfeder der Arapahoe und es sind die Weißen, die sich aus Sturheit und blindem Gehorsam nicht dazu durchringen können, den Konflikt friedlich beizulegen.


Aus der kargen Umgebung, in der der Film gedreht wurde, kann auch eine gut arbeitende Kamera nur wenig sehenswertes herausholen. Die Darstellenden schaffen das dagegen schon. Rod Taylor liefert einen hervorragenden kernigen Burschen mit weichem Kern ab und Ernest Borgnine kann den Sergeant einfach richtig gut. Luciana Paluzzi muss sich nicht sonderlich anstrengen, um schön zu sein, hat aber leider mit ihrer Figur auch nicht viel mehr zu tun. Gleiches gilt letztlich für Victoria Vetri, weshalb beide ein wenig blass bleiben. Bei solchen Figuren ist das aber nicht verwunderlich. Da wäre einiges mehr möglich gewesen.


Ansonsten ist das vom Finale abgesehen ein ruhiger, aber spannender Western, der seine kleinen Actionmomente gut über die Laufzeit verteilt und einige Figuren mit Vergangenheit in petto hat. Durchgehend unterhaltsam und zu empfehlen.



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