"Heads of State": Zwei Staatschefs auf Abwegen
Heads of State ist genau das, was man von einem Action-Comedy-Blockbuster mit John Cena und Idris Elba erwarten darf – eine explosive Mischung aus Krach-Bumm-Action, überzeichnetem Polit-Setting und charmantem Buddy-Humor. Regisseur Ilya Naishuller serviert einen temporeichen Plot, der zwischen La Tomatina-Festival, Flugzeugabsturz, Zugkämpfen und geopolitischer Verschwörung pendelt. Das alles macht Spaß – solange man nicht zu viel darüber nachdenkt.
Cena spielt mit sichtlich genüsslicher Selbstironie den ehemaligen Actionstar Will Derringer, nun US-Präsident mit Hang zu impulsiven Entscheidungen. Idris Elba als britischer Premierminister Sam Clarke liefert dazu die stoische, etwas genervte Kontrastfigur. Das Duo funktioniert erstaunlich gut – vor allem in jenen Momenten, in denen der Film nicht allzu bemüht versucht, politisch relevant zu sein. Priyanka Chopra als Agentin Noel Bisset bringt solide Agenten-Chemie ins Spiel.
Die Story ist vollgestopft mit Wendungen, Verfolgungen und Schauplätzen – manchmal vielleicht zu viel des Guten. Einige Nebenfiguren bleiben dabei blass, und nicht jeder Gag landet.
Trotzdem ist Heads of State ein unterhaltsames Sommer-Streaming-Vergnügen, das sich nicht zu ernst nimmt, aber genug Spannung und Starpower bietet, um über zwei Stunden hinweg bei Laune zu halten.