Leslie Nielsen kehrt erneut als Frank Drebbin zurück und stürzt sich in „Die Nackte Kanone 33 1/3“.
Frank Drebbin (Leslie Nielsen) ist in den Ruhestand getreten und ist inzwischen mit Jane (Priscilla Presley) verheiratet, aber das Rentnerdasein bekommt ihm nicht so recht. Doch seine alten Kollegen bitten ihn erneut als verdeckter Ermittler zu arbeiten und mehr über den inhaftierten Bombenleger Rocco Dillon (Fred Ward) in Erfahrung zu bringen, da dieser wohl demnächst ein neues Attentat plant und daher fliehen will…
Das Rezept ist auch im drittel Teil das gleiche geblieben: Eine dünne Story, die als Folie für die Gags dient und möglichst wenig Pausen zwischen dem Slapstick. Das Team vor und hinter der Kamera ist auch weitestgehend das gleiche geblieben, weshalb auch wieder O.J. Simpson und George Kennedy in ihren altbekannten Rollen als Franks Freunde und Kollegen mitmischen, die Krise mit Jane kommt natürlich auch und wartet darauf gelöst zu werden usw.
Leider kann „Die Nackte Kanone 33 1/3“ nicht ganz an die beiden Vorgänger anschließen, da trotz des gleichen Rezepts etwas vom Charme der anderen Filme fehlt. So wirkt das Treiben etwas zu poppig und zu oberflächlich. Dennoch ist dem ZAZ-Team auch hier eine amüsante Slapstickkomödie mit zündenden Gags gelungen. Drebbin bleibt mal wieder komplett ernst, egal wann und wo ein heilloses Chaos anrichtet (hier sogar bei der Oscarverleihung), am Rande sind immer absurde Details zu entdecken und das Timing der Witze stimmt auch weitestgehend.
Im Gegensatz zu den Vorgängern driftet „Die Nackte Kanone 33 1/3“ noch weiter auf die Schiene der Parodie ab. Wie in den anderen Filmen werden natürlich die Mechanismen des Polizeifilms aufs Korn genommen, aber hier finden sich noch massig Anspielungen auf andere Filme. Schon die Anfangsszene parodiert die Treppenszene aus „The Untochables“, es geht weiter mit Verarschungen von „Thelma und Louise“, diversen Gefängnisfilmen etc.
Darstellerisch kann man auch über den dritten Einsatz der nackten Kanone das gleiche sagen wie über die Vorgänger: Es ist keine große Schauspielkunst, aber Gespür für Comedy hat die ganze Truppe, allen voran Leslie Nielsen. Teil 3 kann auch mit ein paar Gastauftritten aufwarten, u.a. Anna Nicole Smith und Weird Al Yankovich (der ja auch schon im ersten Teil einen Kurzauftritt hatte).
Alles in allem ist auch „Die Nackte Kanone 33 1/3“ eine vergnügliche Slapstickkomödie, der allerdings der Charme der Vorgänger fehlt, aber die Gags haben eine ähnliche hohe Trefferquote.