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Frank Drebin ist im Ruhestand, doch lässt ihn sein früherer Job nicht los. Und so lässt sich der Ex-Cop ins Gefängnis einschleusen, um den dort inhaftierten Rocco Dillon zu beschatten. Dieser plant einen Anschlag, den es zu verhindern gilt.

Wie schon bei den beiden Vorgängern ist die Geschichte selbst relativ egal, Chaot Drebin folgt eh seinen eigenen Regeln. So wie auch die Reihe und der dieser innewohnende Humor, wobei hier nicht mehr David Zucker auf dem Regiestuhl saß. Peter Segal inszenierte diese zweite Fortsetzung, die qualitativ im Vergleich doch merklich abfällt.
Dabei bietet auch Nummer „33 1/3“ die bekannte Formel an Witzen, manche werden recycelt und funktionieren dennoch, die Dichte ist aber geringer. Vielleicht liegt es auch daran, dass es eben ein erneuter Aufguss des bekannten Schemas ist. Dieses wird mit mehr Anspielungen auf andere Filmwerke erweitert, was durchaus funktioniert, insgesamt ist die Frequenz an Lachern aber einfach nicht mehr so hoch, wie man es aus den Vorgängern kennt.

An Leslie Nielsen liegt das nicht, der kennt seinen Frank und gibt den Schussel gewohnt souverän, nur schneidert das Skript ihm einfach nicht mehr so perfekt die schrulligen Szenen zurecht und entfernt sich auch von der Grundidee des Cops bei der Arbeit. Dennoch hat Nielsen die besten Szenen hier, insbesondere im Zusammenspiel mit Franks bekannten Kollegen Ed (George Kennedy) und Nordberg (O. J. Simpson) oder auch mit seiner Flamme Jane (Priscilla Presley). So weit, so gut. Die Neuzugänge überzeugen da weniger. Das Schurkentrio bestehend aus Rocco (Fred Ward), dessen Mutti (Kathleen Freeman) und Tanya (Anna Nicole Smith) bringen zu wenig Verve und Witz mit ein. Ihre Szenen gehören zu den Schwächen des Streifens, gerade Smith ist für so eine Rolle ziemlich untauglich. Der Witz der Reihe lebt (auch) vom Timing und da hapert es hier.
Auf der anderen Seite gibt es aber immer noch einige Highlights, die aber überwiegend an Drebins Szenen hängen. Oder an der Oscar-Verleihung, bei der es auch ein paar nette Cameos von Kollegen aus Hollywood gibt.

Wie immer lohnt es sich auch hier auf den Hintergrund oder die Texte im Abspann zu achten und insgesamt ist auch der dritte Aufguss der Reihe um Chaoten-Cop Drebin unterhaltsam. Aber gerade im Vergleich zu dem genialen ersten und immer noch guten zweiten Teil fällt dieser hier ab. Einerseits sind die Schatten der Vorgänger zu groß, andererseits leidet der Eintrag unter suboptimalen Neuzugängen beim Ensemble.
Böse sein kann ich dem Streifen trotzdem nicht, dazu schätze ich Nielsens Spiel und komödiantisches Timing zu sehr und letztlich hat auch „The Final Insult“ genug witzige Szenen, um damit eine nette Zeit haben zu können.

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