Ganz ab sind die Haare bei Kevin James, der bei „King of Queens“ noch etwas mehr davon hatte. Auch Bruce Willis ist und bleibt einer der bekanntesten Glatzenträger Hollywoods. Doch was ist nun die Verbindung zwischen den beiden? Es ist Autor und Regisseur Edward Drake, dem nach seinen letzten Gurken endlich etwas mehr Budget zur Verfügung stand.
Vor fünf Jahren war Ray (Kevin James) noch ein durchschnittlicher Cop in New Jersey. Was seine Frau Alice (Christina Ricci) und die Kinder jedoch nicht wissen: Ray arbeitet als Ausputzer für die lokale Mafia. Als deren Oberhaupt umgebracht wird und ein neuer Fiesling (Timothy V. Murphy) das Revier zu übernehmen gedenkt, fällt ihm die Entscheidung zwischen Familie und Job nicht schwer…
Regisseur Drake hat mit Sicherheit einige Folgen „King of Queens“ gesehen, denn auf James und seine fast beiläufig handelnde Art ist die Chose, bis auf den finalen Akt voll zugeschnitten. Somit vermengen sich sehr früh seichte Comedy und etwas Action, wobei man diesbezüglich kein Feuerwerk erwarten sollte.
Denn über zahlreiche Schusswechsel und wuchtige Keilereien kommt man einige Zeit nicht hinaus, da erst zum Finale Tomahawk und Bratpfanne angewendet werden und kleine Twists eine Rolle spielen, die in Trailern leider größtenteils verraten werden. Gemäß einer FSK16 wird es zwar nicht allzu blutig, doch kleine Detonationen und eine Explosion per CGI können sich durchaus sehen lassen.
Schlagfertiger Humor zündet zwar nur bedingt, das Zusammenspiel zwischen James und Ricci entwickelt allerdings eine angenehme Chemie, welche sich ebenfalls gegen Showdown vollends entfaltet. Dank fähiger Nebendarsteller wie Francis Cronin, Luis Guzmán und Melissa Leo entsteht gut getimte Situationskomik, bei der man ruhig noch eine Schippe hätte drauf legen können, anstatt zum xten Mal John Wick zu erwähnen.
Dass bei alledem die Handlung vergleichsweise dünn ausfällt, einige Klischees zusammen kommen und man die Botschaft, dass Waffengewalt keine (familiären) Probleme löst und nicht als Lebensmotto verstanden werden sollte, dürfte angesichts der Vita von Drake klar sein.
Gut gelaunte Mimen, passabel inszenierte Action und eine Menge Kurzweil stehen dem mit seinen nur 92 Minuten überraschend positiv gegenüber.
7,5 von 10