Review

Schnell mal ein Drehbuch zusammengeschustert…16.02.2026

Der Rahmen

Läuft alles nicht so gut für Ray Hayes, der seine Polizeikarriere an den Nagel gehängt hat, um beim organisierten Verbrechen als Handlanger zu arbeiten und dadurch Geld für den gemeinsamen Kauf eines Diners mit seiner Frau zu verdienen. Denn kaum ist nach fünf Jahren das Geld beisammen, der Ausstieg nur noch Formsache, wird die Gang von einem neuen Boss übernommen, der Ray nicht vom haken lassen will. Als der Sohn des Bosses erschossen wird, vermeintlich durch Ray, ist Schluß mit lustig…der Boss setzt seine Leute auf Rays Familie und das neue Diner an, alles kaputt machen, alle umbringen. Das aber kann ein Familienvater wie Ray nicht auf sich sitzen lassen, und da er noch unerwartete Hilfe erhält ( eine ganz und gar schmalbrüstige Drehbuchvolte ), siegt am Ende natürlich das in den USA einzig wahre – die Familie.

Gucken oder nicht?

Als Happen zwischendurch ja, aber nicht nachdenken
 
Warum?

Kevin James hat die für seine Rolle passende Statur und macht bei den Handgreiflichkeiten auch eine gute Figur. Das alleine rettet den Film aber nicht vor dem Mittelmaß. Die Story ist reichlich sinnfrei, man verzichtet auf interessante Elemente wie die ersten Jobs von Ray, der ja die Seiten wechselt – hier hätte es genug Raum für kleine, spannende Zusammentreffen mit den ehemaligen Kollegen gegeben, was dem Film eine Seele verliehen hätte. So aber fügt sich nicht viel zusammen. Der neue Boss wird aus dem Hut gezaubert, Zufälle sorgen für das Auslösen von Schießereien, und die Familie, insbesondere die Kinder, sind einfach nur stereotyp besetzt…der nerdige Sohn mit Buch und Brille, die gerade erwachsene Tochter mit schlechter Laune, das alles ist lieblos zusammengestopselt und zieht den Zuseher nicht in die Geschichte hinein. Doch die Gefechte sind ordentlich inszeniert, zwar mit Kunstblut, aber dafür ruppig, und wenn auch klar ist, wie das Ganze ausgeht und man sich auf wenige Schauplätze beschränkt, ist die Sache dank James und recht gelungener Action kein Fehlgriff. Allein…es hätte so viel besser sein können!

Die Note

Eine typische Auftragsproduktion: keinerlei neuartige Momente, Charaktere von der Stange, dafür einige gut in Szene gesetzte Auseinandersetzungen, leider aber auch das Dauerhohelied auf die Familie, fast so wie ein Groschenheft, eben Mittelmaß - 6/10.

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