Dwayne Johnson hat also auf ein Darsteller-Auszeichnung gehofft, ein Achtungszeichen hinsichtlich echter Schauspiel-Kunst. Mit einem Film über eine der brutalsten Sportarten? Hinter einer dicken Latex-Maske? Vermutlich eher eine Flucht vor "The Rock", als die Verwandlung in andere Person. "The Smashing Machine" will kein Rocky sein, aber gerade der hätte seinerzeit eben jene Preise verdient. Ein wenig Stille, ein paar Tränen, Großaufnahmen, Handkamera, wenige beleuchtete Bilder, etwas jazziger Score, macht das den anspruchsvollen Arthouse-Film? Vielleicht nach einem Filmschule-Lehrbuch. Das tangiert aber nur die Ästhetik, nicht die inhaltliche Tiefe. Was auch immer vermittelt werden soll, ich konnte es nur wenig greifen. Beileibe kein schlechter Film, aber die Figur des Mark Kerr bleibt wenig durchschau- und greifbar - ein Fleischberg, der immer wie kurz vor der Detonation wirkt, dann aber den Mund öffnet und den weisen Sensei gibt. Eine künstliche Erscheinung, deren vermeintliches Leid ich kaum mitfühlen konnte. Nun gut, ein Lebenskonzept aufgebaut auf der Zerstörung fremder Körper und der des eigenen. Kein Wunder, dass derart Weg nur auf Rauschmitteln beschritten werden kann. Johnson kommt nicht aus der Rolle des Showrunners raus, Höhen, Tiefen, die zwei Stunden bleiben allerdings linear.