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In Anbetracht der namhaften Riege Hulk Hogan, Carl Weathers, Martin Kove und Shannon Twead darf man bei „Shadow Warriors 2“ im Vorfeld auf einen passablen B-Actioner hoffen, doch Ernüchterung stellt sich angesichts von Inszenierung und Story schon bald ein. Einen ausgeklügelten Plot darf und sollte man von solchen Beiträgen nicht erwarten, aber das vorhandene Script ist selbst für B-Verhältnisse ein einziger Reinfall. Da wird zu Beginn ein Auftrag angenommen, der fast ein Drittel des Films ausmacht, letzten Endes aber nichts mit dem Rest des Films zu tun hat und als Auslöser für Hogans Trauma dienen soll, bevor der eigentliche Film dann beginnt.

Rettet man zu Beginn noch eine Tochter aus den Händen des bösen Vaters, um sie der liebevollen Mutter zu bringen (Das dieser seine Ex umgehend aufsuchen wird, interessiert keinen), wird sich schon bald mit einem üblen Terroristen angelegt, der ehemals ein Busenkumpel Saddam Husseins war und nun den Megaanschlag auf die USA plant. Da Hogan seine Visage als einziger, nach einem plastischen Eingriff erkennt, macht er sich schnurstracks ins nächste Terrornest auf, um es mit zwei Wummen im Alleingang zu zerlegen, dann jedoch von seinem Erzfeind einen Virus zu injiziert zu bekommen, der ihn in 72 Stunden töten wird. Der Countdown tickt also und seine Freunde sind gefragt. Das die Baddies auch immer so knülle sind und ihre renitenten Widersachen nicht sofort töten..

Von Zeitdruck und der daraus resultierenden Spannung ist leider recht wenig zu sehen. Hogan trägt eine üble Perücke, damit es die Stuntmen einfacher haben. Überhaupt ist der Einsatz dieser „Ersatzmänner“ allzu oft sichtbar, werden die Protagonisten in den Actionszenen doch meist von hinten gezeigt. Leider selbst wird davon insgesamt wenig geboten, denn dümmliche Dialoge und eigenartige Verhaltensweisen, statt knallharter Schießereien, regieren das Geschehen.

Wenn es denn mal zur Sache geht und ein paar Terroristen das Zeitliche segnen, geschieht das stets unblutig. Wer in einer Keilerei einmal (!!!) eins auf die Sieben bekommt, bleibt auch liegen und die irrsinnigen Bleisalven treffen stets ins Schwarze. Dass sich die Schauspieler nebenbei nicht mit Ruhm bekleckern, fällt dabei schon fast nicht mehr auf. Traurig, stimmt es dennoch, dass sich so bekannte Namen für so ein Machwerk hergeben.

„Shadow Warriors 2“ hat somit nicht mal für Fans der B-Kost etwas zu bieten, da die Inszenierung zu dialoglastig und eintönig geriet. Klischees werden auch hier zu Genüge hinzugezogen, auch wenn das schon nicht mehr wirklich stört. Die Geschichte selbst verläuft genau so, wie man sie erwartet. Wer noch hofft, dass zumindest die Ausstattung was retten kann, den muss ich hier auch enttäuschen.

Fazit:
Letztlich bleibt ein dummer, schlechter B-Actioner mit reichlich Prominenz. Action wird einfach zu wenig geboten und die Charaktere sind vom Reißbrett. Dafür wird Dünnpfiff bis zum Umfallen gelabert und eine Story durchgekaut, die wohl jeder Hobbyautor spannender erzählen hätte können. Klare Absage meinerseits!

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