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Ein Schwadron von Rebellen X-Wing und Y-Wing Kampf Raumschiffen wartet in einem entfernten Planetensystem auf das Shuttle des imperialen Admiral MacGuffin ( lol !!! ) . Das Ziel der Rebellen ist es das Shuttle zu entern und den wichtigen Admiral gefangen zu nehmen . Tatsächlich gelingt das schwierige Manöver , doch als sich die Rebellen zurückziehen , kann ihnen X-Wing Pilot Arren Otolo nicht folgen , da sein Raumschiff seine R2 Einheit verloren hat , die es benötigt um den Sprung durch die Lichtmauer zu errechnen . Geblieben ist nur Arrens neuer Wingman , doch der wirkt sehr düster und nicht sehr vertrauenserweckend . Außerdem hat ein Tie Fighter Pilot es auf die beiden abgesehen und lässt nicht locker ...

Da kann man sich eigentlich nur noch die Augen reiben !
Sieht man " Wingman : An X-Wing Story " , so denkt man den neusten Star Wars Teil oder wenigstens eine der TV Serien vor sich zu haben . Doch , denkste ! Statt für 30 000 000 Dollar in den USA gemacht worden zu sein , wurde der Film von ein paar Enthusiasten aus Karlsruhe für knapp 3000,- Euro im Keller eines Einfamilienhauses gedreht - zusätzlich bestückt mit dem Müll aus dem Gelben Sack , den man sammelte und kreativ verwendete . Eigentlich sollte es wohl nur ein kurzes Handyvideo zum eigenen Spaß werden , doch geworden ist es so viel mehr . Denn das einzige , was " Wingman " von einem " professionellen " Star Wars Teil unterscheidet ( außer , dass " Wingman " sicher ein Herzensprojekt und kein Geldscheffelprojekt war ) ist die Lauflänge und das der Film umsonst bei Youtube zu sehen ist .
50 Minuten folgt man dabei den Rebellenpiloten bei ihren aufregenden Kampfmanövern gegen Horden von Tie Fightern durch den freien Raum und durch Meteoritenfelder . Und klar ist : bis jetzt hat sich keine Star Wars Produktion ( jedenfalls keine mir bekannte ) so durchdacht mit dem Flugkampf im All auseinander gesetzt . Da sind die Kämpfe nicht nur kurzes Mittel zum Zweck , sondern die ( sonst unbesungenen ) Piloten taktieren , wollen auch mal Rache wie Kapitän Ahab und erinnern mit ihren Kämpfen frappierend an die Luftkämpfe des Ersten Weltkriegs mit Piloten wie dem Roten Baron - die ja schließlich das Vorbild zu den Flugkämpfen des ersten Star Wars Teiles waren . Somit schließt sich der Kreis .

Fazit : Ein Fanfilm , der aussieht wie ein " echter " Film und den ich ( ohne jede Übertreibung ) spannender fand , als alles was seit 1983 aus dem Star Wars Universum kam . Mit 50 Minuten genau die richtige Länge , doch gegen eine Fortsetzung hätte ich auch nichts einzuwenden . Am Ende bleibt die Frage : Wenn ein paar Filmfans mit Klimpergeld im heimischen Keller so einen Film machen können , warum gibt es dann nicht EINEN deutschen Film der letzten 30 Jahre , der auch nur ansatzweise so ein Filmerlebnis bietet ?

P.S: Ich bin in keinster Weise mit den Machern des Films bekannt ( und war noch nicht ein einziges mal in Karlsruhe ) , aber ich sage " Herzlichen Glückwunsch " !

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