Review

Regisseur Mikael Salomon inszeniert mit " Hard Rain " seinen ersten Actionthriller und das gleich ziemlich gut. Obwohl der Film eigentlich keine Großproduktion war schaffte man es sogar in Deutschland in die Kinos. Doch auch bis heute ist der Film eher unbekannt geblieben, doch ohne Frage ein Geheimtipp in Punkto Action.
Story:
Die kleine Stadt Huntingburg steht durch den Dauerregen unter Wasser. In diesem Hochwasser bleibt der Geldtransportfahrer Tom ( Christian Slater ) stecken. Der Ganove Jim ( Morgan Freeman ) will die drei Millionen, welche im Transporter sind rauben, doch bei der Aktion wird Toms Partner erschossen und Tom flieht mit dem Geld. Bald beginnt eine Jagd zwischen Jim und seiner Band und auch der geldgierige Sheriff ( Randy Quaid ) ist bald an dem Geld interessiert.

Normalerweise bin ich kein Fan von Katastrophenfilmen, doch wenn man es so gekonnt wie hier mir knallharter Action mischt, dann funktioniert der Film auch für mich.
Die Story ist recht nett ausgedacht auch wenn sie nicht viel Neues zu bieten und fast ohne überraschende Wendungen auskommt, doch sauspannend ist sie allemal.
Vor allem macht die Rasanz einiges wieder wett, denn der Film bietet fast Non Stop Action. Man kommt sehr schnell zur Sache, beschränkt die Dialoge nur auf das Nötigste und trotzdem hat jede Figur einen ausgebauten Charakter.
Das Szenario allgemein ist ziemlich stimmig, obwohl einige Szenen doch sichtlich am Computer gemacht wurden. Aber die stets nasse Kulisse und die ständig wachsende Bedrohung kann die Spannung stetig erhöhen. Dazu ist der Score von Christopher Young wirklich gut geworden.
Actionmäßig geht es hier ordentlich zur Sache, ich hätte mir nur mehr Fights gewünscht. Hier lässt man sehr selten mal eine Faust sprechen. Dafür behakt man sich ständig mit Blei, oder verfolgt sich durch die engen Gassen. Zerstört wird auch recht viel und sogar vor einer Kirche macht man nicht halt. Die Explosionen sehen sehr gut aus, nur beim finalen Dammbruch hat man etwas mit dem Computer getrickst. Doch trotz der kleinen Schwächen überzeugt die Jagd in den Fluten.

Vor allem die Besetzung ist hier gut gewählt und bietet einige prominente Persönlickeiten.
Christian Slater verkörpert den Geldboten Tom sehr gut. Er ist sympatisch, macht eine gute Figur in den Actionszenen und zeigt sich doch recht humorvoll.
Als menschlicher Ganove Jim ist Morgan Freeman zu sehen, welcher für sein Alter noch unglaublich agil ist. Egal in welche Rolle man Freeman auch steckt, er liefert immer ein gutes Schauspiel ab.
Minnie Driver wirkt dagegen etwas blass, sie ist einfach nur Mitläuferin.
Doch Randy Quaid reisst es nochmal raus, denn seine Darbietung des geldgierigen Sheriffs ist mehr als überzeugend.
Auch die restlichen Darsteller sind durchweg glaubwürdig.

Fazit:
Katastrophenfilm meets Actionthriller, die Formel funktioniert hier perfekt. Non Stop Action, spannend umgesetzt, dazu eine kleine Prise Humor. Die nasse Kulisse ist prächtig und zu Bruch geht auch viel. Lediglich die kleinen Einsätze des Computers stören sichtbar. Dafür ist der Actioner perfekt besetzt.
Unterhaltsames Actionkino, welches alles zu bieten hat, was das Herz höher schlagen lässt.

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