Review

Immer wenn Guy Ritchie Gangsterkrams macht, ist er in seinem Element. Bei anderen Actionwerken kommt er nie an die Klasse seiner anderen Arbeiten heran. So ist das auch in diesem Fall. Dabei geht der Film launig los, macht von der ersten Sekunde an Spass und der Zuschauer wird in eine moderne Schnitzeljagd irgendwo zwischen Indiana Jones und Nicolas Cage's National Treasure hineingeschmissen. Große Schauwerte, tadellose Kamera, Tempo und viel Wortwitz. Dabei kommt John Krasinski gut rüber, die anderen Darsteller wirken eher wie Stichwortgeber. Ausser Eiza Gonzalez, welche eine ungeheure Aura versprüht.

Problem des Films ist der weitere Storyverlauf. Besonders am Ende nimmt der dann Formen an, die mehr als unglücklich sind. Da mutiert der gute Geldgeber zum skrupellosen Verbrecher, es kommt Magie ins Spiel, die Geschehnisse in der Pyramide erinnern zwar an gute alte Indiana Jones-Zeiten, sind aber mehr als unglaubwürdig-überzogen. Im Finale sind dann noch schwerbewaffnete Söldner dabei, Feuergefechte mit Interpol und Akteuere die nicht mehr wissen, auf welcher Seite sie kämpfen. Eigentlich hätte die Schatzsuche ja genug Potential gehabt, aber es muss ja noch etwas sinnlose Balleraction dazu. Völlig überladen - weniger wäre mehr gewesen.

Also insgesamt eine unterhaltsame und tadellos inszenierte Abenteuerkomödie, die aber an ihrem schwachen Storyverlauf und großer Unübersichtlichkeit im Finale leidet. Daher dann auch 1 Stern Abzug!

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