iHaveCNit: Sirat (2025) – Oliver Laxe – Pandora Filmverleih
Deutscher Kinostart: 14.08.2025
gesehen am 16.09.2025 in OmU
Arthouse-Kinos Frankfurt – Große Harmonie – Parkett - Reihe 11, Platz 4 – 18:30 Uhr
Luis und sein Sohn Esteban wirken scheinbar wie Fremdkörper inmitten eines illegal in der Wüste Marokkos veranstalteten Raves, doch sie sind auf der Suche nach der Tochter beziehungsweise Schwester Mar, die vor Monaten verschwunden ist und scheinbar auf solchen Raves unterwegs ist. Bei einer Gruppe von Ravern erfahren sie, dass im Süden Richtung Mauretaniens ein weiterer Rave geplant ist. Inmitten eines militärischen Notstands wird der Rave unterbrochen und Luis und Esteban schließen sich kurzerhand der Gruppe von Ravern an, komplett unvorbereitet auf die Herausforderungen der Wüste.
„Sirat“ von Oliver Laxe ist eine absolute Erfahrung im Kino gewesen. Der spanisch-französische Film orientiert sich symbolisch bei seinem Filmtitel an die Brücke zwischen Tod und Paradies, die dünner als ein Haar und schärfer als ein Schwert beschrieben wird. Und inmitten eines treibenden Soundtracks, der eine absolute Sogwirkung erzielt und viel zur Spannungsschraube des Films beiträgt, bekommen wir eine nahezu immersive Erfahrung eines Roadtrips in der hitzigen Atmosphäre einer Wüste zwischen gefährlichen Ebenen und den knapp bemessenen Serpentinen der Bergzüge, bei dem wir selbst auch viel vom Lebensgefühl der Raver mitbekommen und nur erahnen können, welche Geschichte hinter den Charakteren steckt. Dieser Rausch und diese Form des Eskapismus wird komplett durchbrochen, wenn die Realität und Realisierung mit voller Wucht nahezu unerträglich einschlägt. Selbst wenn diese Orientierungslosigkeit im Sinne des Films Sinn ergibt, so sorgt das natürlich auch dafür, dass der Film für den ein oder anderen die Orientierung des eigenen wichtigen Plots verliert.
„Sirat“ - My First Look – 9/10 Punkte