Review

Luis sucht seine Tochter, zusammen mit seinem Sohn Esteban verteilt er Flugblätter auf einem Rave in Marokko. Als die Veranstaltung aufgelöst wird, folgen die beiden einer Gruppe zu einem weiteren Rave in der Hoffnung, dass die Gesuchte ebenfalls dort ist. In dem von Óliver Laxe inszenierten Film ist diese Reise das Zentrum einer Handlung, die wenig klassisch erzählt ist und das Publikum eher mittragen soll.
Die ungleiche Gruppe bahnt sich per Fahrzeug ihren Weg durch die unwirtliche Landschaft und von dieser gibt es einiges zu sehen, die marokkanische Pampa gibt sich dabei langfristig eher eintönig, was allerdings gut zum Rest von „Sirāt“ passt. 

Viel Wummern, viel Bass, wenig greifbare Charakterschärfung, Laxes Werk ist ein Dabeisein. Nicht nur die Musik hielt mich da allerdings auf Abstand, auch verlangt der Film einem immer wieder Geduld ab, wenn man sich nicht unbedingt mit Umfeld sowie Figuren identifizieren kann. Und so zieht sich das dann doch immer wieder mal - bis es knallt. Und das tut ab der Hälfte, Tragödien kommen aus dem Nichts und ändert „Sirāt“ auch ab hier etwas seinen Ton, so bleibt es bei manch dummer Entscheidung und Wiederholung. 

„Hier ist doch nur Staub.“

Man verliert sich irgendwann fern der Ausgangslage in einem Minenfeld. Andere mögen in alledem noch mehr Zwischentöne erkennen, für mich ist das Werk einfach nicht gemacht. 

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