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kurz angerissen
Body Horror mit Melt-Effekten als Paartherapie. Merkwürdige Entwicklung, wenn man von „The Thing“ kommt. Auch „Together“ kommt von „The Thing“, wie die Eröffnungssequenz einem aufs Brot schmiert, aber der Rest bedient sich aus der Indie-Autorenschmiede für kleine, kompakte Dramen. Dave Franco und Alison Brie zweckentfremden ihren Schauspielberuf für psychoanalytische Selbstbeobachtung, und Michael Shanks schreibt ihnen dazu etwas auf den Leib, das einem Mikropräparat unter einem Mikroskop ähnelt. Verschmelzen statt zerreißen, bis zur vollkommenen Symbiose; die gilt aber nur für die Figuren, nicht für die involvierten Genres, denn es profitiert nur das Beziehungsdrama, nicht der Body Horror. Das nennt man dann wohl Kommensalismus.
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Da haben sich aber zwei attraktive, talentierte und unique Schauspieler gefunden, im Privaten als auch für diesen Film. Keine Rollen? Einfach einen Film selbst produzieren! Für "Body Horror" sind die beiden auf jeden Fall einigermaßen geeignet und da der Mainstream dank des unsäglichen "The Substance" jetzt auch weiß, was das ist, finden wir plötzlich derart Personal in der derart Werken. Auch hier soll es vermutlich nicht einfach nur saften, sondern eine elevated tiefere Sinnebene dahinterstecken, ächz. Nichtsdestotrotz muss ich zugeben, die Geschichte ist interessant, die Effekte machen was her, die Zuspitzung der Ereignisse hin zu einem eindrücklichen Finale funktioniert. Das Ende hatte mich! Also einfach unbefangen anschauen, den Horror an der Geschichte wirken lassen, der Mystik Raum geben und von mir aus auch dem Punkt, wie schwierig es ist, wahre Liebe zu finden ist und jener dann auch wirklich volle Erfüllung zuzugestehen.