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Iris staunt nicht schlecht, als zuerst ein Regenboden und dann ein Junge erscheint, bei dem es sich um den titelgebenden Arco handelt. Dieser stammt aus einer fernen Zukunft und zusammen suchen die beiden nun einen Weg, wie Arco wieder in seine Zeit zurückkehren kann. Der französische Animationsfilm lässt hierfür noch ein paar Nebenfiguren mitspielen, es gibt Roboter und ein Trio, welches Iris und Arco verfolgt. Wobei Letzteres durch die comichafte Art im weiteren Verlauf tonal immer wieder mit dem Rest des Films bricht und mir generell zu albern war. Es beißt sich mit manch nachdenklicher bis melancholischer Szene, die das Werk bietet. 
Diesem wohnen existenzielle Themen inne, die Zukunft der Menschheit und insbesondere die Umweltthematik durchdringen das gesamte Szenario. Doch geht der von Ugo Bienvenu inszenierte Film hiermit eher unaufdringlich um. Das kann man so annehmen, ich hätte mir da etwas mehr Direktheit gewünscht. 

„Arco“ ist ein Jugendabenteuer mit Zeitreise, Zwischenmenschlichkeit und Ökobotschaft, kurzweilig inszeniert und visuell ansprechend aufbereitet. Der Film bietet einige hübsche Bilder mit Wäldern und Wolken, dazu ein überwiegend gelungenes Figurendesign. Das Ende bietet ein interessantes, wenn auch sofort an ein Nolan'sches Werk erinnerndes Detail und kommt ganz zum Schluss nicht ohne ein Paradox aus. Aber es geht eben um Zeitreisen, da gehört das wohl zum guten Ton. 

„They're in sleep mode. This is the teacher's lounge.“

Hübsch animiertes Abenteuer mit Zeit- und Umweltthematik, welches zwischen ernst sowie albern schwankt und seine Botschaft gerne etwas intensiver hätte herausstellen dürfen. Dennoch sehenswert.

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