Review

iHaveCNit: Die Jüngste Tochter (2025) – Hafsia Herzi – Alamode

Deutscher Kinostart: 25.12.2025

gesehen am 28.12.2025 in OmU

Arthouse-Kinos Frankfurt – Harmonie – Kleine Harmonie – Reihe 4, Platz 4 – 20:30 Uhr

Fatima ist 17, eine gläubige Muslima, spielt gerne Fußball, hängt meistens mit den coolen Jungs der Schule ab, doch inmitten einer heimlichen Beziehung zu einem Jungen scheint es ihr immer stärker klar zu werden, dass genau dieser Weg für sie nicht der Richtige ist und sie heimliche erste Erfahrungen mit dem gleichen Geschlecht sucht. Da sie auch Asthmatikerin ist, wird ihr vom Arzt eine entsprechende Schulung angeboten, bei der sie die aus Korea stammende Assistentin Ji-Na kennenlernt und eine heimliche Beziehung mit ihr beginnt, die vor allem in ihr sehr viel an Konflikten auslöst.

Regisseurin Hafsia Herzi hat mit „Die Jüngste Tochter“ den gleichnamigen, autobiographischen Roman von Fatima Daas inszeniert und damit ein sehr feinfühliges, sensibles Werk geschaffen, dass ein großartiger frischer Beitrag des französischen, queeren Kinos ist und sowohl Coming-Of-Age als auch Coming-Out-Liebes-Drama ist und dies mit der religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Komponente unterfüttert. Mit einer großartigen Nadia Melliti in der Hauptrolle lässt uns der Film wenn auch sehr reduziert, aber dennoch feinfühlig an der Gefühlswelt von Fatima teilhaben und ihre Konflikte spüren und miterleben und wie die Rolle des Glaubens und der Familie eben für sie auch eine wichtige Rolle spielt.

„Die Jüngste Tochter“ - My First Look – 8/10 Punkte




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