Hier hatte ich das vermeintliche Glück nichts zu wissen, war eigentlich nur wegen Shootingstar Josh O’Connor interessiert gewesen. Zunächst fällt auf, dass „Mastermind“ nicht nach 2025 aussieht und auch nicht so klingt, eher wie 1993 und aus dem Programm-Kino. Das schürt eher noch mehr Erwartungen, doch entpuppt sich der gezeigte Heist leider als Stolperstein für sowohl Protagonist als auch dessen Darsteller. Gut, so schlimm wird es nicht, denn an ihm liegt es nicht, aber wer hat ihm zur Zusammenarbeit mit einer mäßig talentierten Regisseurin geraten, welche trotz fortgeschrittenen Alters noch so gar nichts Bemerkenswertes geschaffen hat?! Jemand der dann auch noch groß auf das Plakat geschrieben wird, und jeder so „wer ist das“? Eine Filmemacherin, welche zum Beispiel "kunstvoller Film" mit Jazz-Score in Dauerbeschallung gleichsetzt. Gewollt ist auch sonst der Leitfaden der eher zähen Laufzeit. Die Geschichte ist an sich eigentlich interessant. Nicht gewöhnlich, nicht alltäglich, aber doch irgendwie greifbar aus dem Leben. Jedoch wird alles bewusst un-reißerisch inszeniert und künstlerisch gehalten. Ein Anti-Heist-Film. Anspruch vor Unterhaltung, aber gescheitert. Es war zeitweise ein Kampf als Zuschauer, malträtiert zwischen Potenzial und Umsetzung.