"Executive Command - In einsamer Mission" (USA 1997, aka "Strategic Command" aka "In einsamer Mission") Freilich ist dies ein kleiner bzw. mittelgroßer Film, der bessere Vorbilder imitiert, aber er bringt genug eigene Details, um spannend zu sein. Erfreulich ist auch, daß man "Einsame Entscheidung" imitiert, der ja bekanntlich selbst so weit einen eigenen Weg gegangen ist, daß man ihn nur noch als entfernten Verwandten von "Stirb langsam" einstufen konnte und nicht mehr als Imitation. "Executive Command" ist nun etwas näher mit "Die Hard" verwandt aufgrund einiger Abläufe in den Handlungen der Terroristen, aber auch nicht so eng, daß er zwangsläufig als geistlose Imitation gewertet werden müsste. Außerdem hat man am Anfang bei der Beschaffung des Giftgases sich an "The Rock" angelehnt.
Das Handlungsmuster ist jedoch zu 80 % "Einsame Entscheidung": Die Terroristen kapern ein Passagierflugzeug mit dem Vice-Präsidenten an Bord und drohen das Giftgas über einer Großstadt freizusetzen. Ein kleines Commando mit Held Michael Dudikoff steigt von einem Flugzeug zu dem Entführten rüber und die wenigen Männer der Einheit müssen versuchen die Verbrecher auszuschalten und die Bombe zu entschärfen.
Der Filme bedient natürlich viele Klischees, aber er umgeht auch einige. Das wird alles sehr gefällig und routiniert in Szene gesetzt, die Action ist okay, die erfahrenen Berufsschauspieler (darunter 3 auffällig schöne Frauen: Die mordgierige Terroristin, eine wunderbare Security-Dame und die kalt-perfekte Ehefrau vom Helden) mimen auch so, daß man nichts beanstanden kann, auch wenn keiner dafür einen Oscar verdient hätte. Musik, Optik, Ausstattung, alles im grünen Bereich. Karate-Darsteller Richard Norton als fieser Anführer der Terroristen, dazu jede Menge kleinerer Spannungsmomente und eine glatte, einwandfreie Inszenierung. Der Film macht einfach Freude beim Ansehen und ist auch nicht unnötig negativ, sondern endet mit Wohlfühlfaktor.
Daumen nach oben für diesen zwar nicht überwältigenden, aber doch gut sehbaren Film. Regisseur Rick Jacobson ist ja auch kein Versager, sondern fiel neben etlichen Mittelklasse-Werken ("Night Hunter", "Full Contact", "Bitch Slap", usw.), auch durch gute Filme ("Bloodfist-Fighter 2", "Baby Blood 2", "Lion Strike") und sehr gute Serien (Spartacus, Hercules, Xena, Nikita, Dominion, Mortal Kombat Conquest, Ash vs Evil Dead) auf.