Mal wieder eine King-Verfilmung…08.03.2026
Der Rahmen
Läuft alles nicht so gut für Ray Garraty, der in einem von Bürgerkriegen und nicht näher geschilderten Auseinandersetzungen gezeichneten Amerika der nahen Zukunft an einem finsteren Wettkampf teilnimmt, der von dem Führer des tyrannischen Regimes, Donald Tr…äh, nein, einfach nur „Major“ begleitet wird. Die Regeln sind einfach: marschier oder stirb, und halte ein Mindesttempo ein. Der letzte von 50 8 den jeder, der die Regeln bricht, wird sogleich erschossen ) gewinnt viel Geld und hat einen Wunsch frei. Und so folgen wir Ray und seinen jugendlichen Mitmarschieren auf ihrem Weg auf leeren Straßen, die nur ab und an durch entvölkerte Orte führen, abseits von Zuschauermassen…und fragen uns nur, warum der Major diesen Marsch als oberster Führer des Landes tagelang begleitet…hat der Mann nicht ein Lan zu regieren? Probleme zu lösen?
Gucken oder nicht?
Doch, es ist ein interessantes Szenario
Warum?
Man könnte murren, denn eigentlich sehen wir nur 50 junge Männer eine Straße entlanggehen, und man und an schleicht sich gerade im Mittelteil ein wenig Langeweile ein. Indes ist die Geschichte dennoch packend, denn wir erfahren im Verlauf ein wenig über Rays Motive, und auch das Ende des Films ist nicht ganz konform mit den amerikanischen Sehgewohnheiten. Überhaupt strahlt auch leise Kritik an der der Politik durch den Film, dessen Darsteller, mir weitgehend unbekannt, einen ordentlichen Job machen. Man mag zwar bezweifeln, daß man wirklich tagelang am Stück gehen kann, ohne Schlaf, aber dem Film gelingt es dieses Szenario, teils auch recht blutig-derb, wenn es um die Hinrichtungen geht, einzufangen.
Die Note
Menschen gehen. Ab und an wird einer erschossen. Man geht weiter, immer weiter, von Dorf zu Dorf, und unterhält sich. Beinahe meditativ, aber doch recht spannend, zumindest mal eine nicht ganz ausgelutschte Geschichte - 7/10.