Vorher und hinterher mit Filmen eher für die Erwachsenen und des Genres von Horror und Thriller beschäftigend sowie heutzutage Fernsehproduktionen ebensolchen Genres drehend, hat sich Regisseur John Murlowski auch noch zu Beginn seiner Karriere zweimal mit Arbeiten für Terry 'Hulk' Hogan hervorgetan; auch die einzigen mehr oder minder überhaupt bekannten Werke, zu denen neben hier dem noch Santa Claus mit Muckis aus demselben Jahr und mit derselben jüngeren Zielgruppe gehört. Hogan, der zwischenzeitlich wieder als Sportler und Unterhalter unterwegs war und mit Thunder in Paradise für die serielle Mattscheibe unterwegs, hat ab '96 die Rückkehr ins Kino (vereinzelt, wenn überhaupt nur, aber zumindest als Feature Film angelegt probiert, eingangs mit Erzeugnissen, die Rated PG (for violence, action throughout and some language) waren und kurz darauf phasenweise auch mit härterer Gangart 'gesegnet':
Der zusammen mit seinem Partner Mr. Yamata [James Hong] scheinbar als Spielzeughändler werkelnde Raymond Chase [Terry 'Hulk' Hogan] ist eigentlich als Der Spion mit der Lizenz zum Prügeln in der SHADOW-Organisation [unter Führung von Lyman Ward] tätig, wobei er in dem Auftrag dieser auch eine neu entwickelte Wunderwaffe von Eve [Lesley-Anne Down] ergattert, die diese normalerweise an den Höchstbietenden verkaufen wollte. Um wieder in den Besitz der in den falschen Händen hochgradig gefährlich werdenden Waffe zu gelangen, entsendet Eve ihren besten Mann Wrecks [Richard Moll] nach Chase hinterher, sodass bald auch dessen nichtsahnender Sohn Jeremy [Matthew McCurley] in die Aufmerksamkeit der Gangster gerät. Jeremy, der bis dato nichts von der Tarnung seines Vaters wusste, und auch nicht weiss, ob er nun den plötzlich auftauchenden Max Simpson [Edward Albert] vertrauen soll oder doch Vincent Scarletti [Barry Bostwick], wendet sich bezüglich Hilfestellung lieber an seine Schulfreunde Sly [Maurice Woods], Bart [Danny McCue], Rosalie [Ashley Power Garner] und Yamatas Enkel Shigeo [Jimmy Pham].
Da bis auf vereinzelt spätere Ausnahmen die Filme von Hogan immer auf ein eher jüngeres, ein PG-Publikum zugeschnitten und auch so konzipiert waren, darf man sich in Sachen Schauspielführung und allgemeine Inszenierung immer darauf einrichten, dass die Darstellungen möglichst fern der Realität und möglichst affektiert gehalten sind und das Drumherum gleich mit. So wird selbst bei der ersten Mission, dem Stören einer geheimen Waffenauktion von vielen Turbanträgern und auch paar Osteuropäern schon gleich das 'Alles halb so wild' und das 'wir wollen nur spielen' betont und auch so arrangiert. Der Hauptheld ist am Grimassieren, selbst in einem Kugelhagel wird mimisch betont auf die nebenan einprasselnde Munition reagiert, auch die Bösen der Geschichte sind am übertrieben stolzieren – der Scherge hat sogar ein schlecht geöltes, reichlich quietschendes Metallbein, was er wie ein Pirat hinter sich herzieht – und chargieren. Kuddelmuddel aus der Kinderstube, obwohl da auch ein armer Diener durch die Wunderwaffe als Demonstration pulverisiert wird und später auch noch ein Hubschrauber zu Klump geschossen, inklusive zweier weiterer Bediensteter, die (wie auch im größeren Finale im Lager der paramilitärischen Gruppierung) unmittelbar neben dem Gefährt und so auch direkt in der Druckwelle der Explosion stehen und wie die Knetmännchen wegkatapuliert. Abenteuer für die Kleinen und die Junggebliebenen, ein Spielplatz aus Plastikwaffen, Gummiknüppeln und Faschingskostümen.
Nach der fulminanten Eröffnung, die Buddhastatuen massakrieren lassen und fleißig Nasenprügel verteilt hat, ist man dann in good ol' U.S. of A, einer der typischen namenlosen Kleinstadt, obwohl man auch nicht wusste, in welchem Land das Hauptquartier des Bösen sitzt und die einzige lokale Angabe im ganzen Film sowieso nur “somewhere in the Pacific“ ist. Wissen, da sehen tut man dafür die Zeit, in der das spielt, an der Kleidung der Leute, den Hemden und den Jeans und damit deutlich 1996 nämlich. So bisschen blass und gleichzeitig seltsam überzogen auch die Farbgebung, das Bildmaterial etwas steifer und gefangen in der Mitte der Neunziger nämlich. Die (vermeintliche) Kopie vom True Lies hat dafür keine Ehefrau, sondern einen Sohn, der (alleinerziehende) Vater im realen Leben spielt hier wie dort eher einen Tölpel, der beim Landessportart Baseball zwar mal 'zufällig' einen Ball fängt, aber sonst die Lachnummer der ganzen Kinder und auch die der mittelschichtigen Erwachsenen ist.
Immerhin platzt die Tarnung schnell vom Leibe, hat man nach kurzer Einleitung bloß schon die Verfolger auf dem Halse und eine Autojagd gegen gleich zwei 'Polizeiwagen' quer durch die Straßen und dies auch mit reichlich Tempo, einem schräg durch die Luft geworfenen Wagen und einem mit weggesprengter Kühlerhaube hingelegt. Überraschung Nummer Eins, der gleich die zweite folgt, ist doch der titelgebende Secret Agent Club gar nicht auf den Spion selber, sondern seinen Filius und dessen durchaus sympathische Clique bezogen, die fortan (ähnlich wie in Mega Mountain Mission, wo Hogan ebenfalls großteils ausfällt und auf andere Erwachsene auch kein Verlass bzw. gar nicht zu vertrauen ist) auch das Zepter in die Hand nehmen und als Update der Die kleinen Strolche zumindest die geeigneten Kandidaten für eine Identifikation des anvisierten Publikums stellen; spätestens dann, wenn noch James Hong k.o. geht, der wüst durch seinen eigenen Laden geprügelt und verprügelt wird, und der Bostwick Barry als Zauberhannes auf den Plan tritt.
Ordentlich Radau also, vielleicht auch viel Tempo, welches durch einen eintönig-flotten Elektroniksound durch Jan Hammer noch angetrieben wird; die Bilder sind archaisch und der Ton gleich mit. Seltsame Brutalitäten wie eine psychologische Foltereinlage des Vaters (und des Auditorium), der durch die virtuelle Simulation mit dem Abbild seines eigenen Sohnes gequält wird und eine weitere Todesszene, die das arme Opfer buchstäblich mehrmals durchlöchert und das Hintergrundlicht durch seinen Körper und durch Ein- und gleichzeitig Austrittswunden scheinen zeigt, haben speziell auch in Deutschland zu einer berechtigten höheren Altersfreigabe als die der mitspielenden Altersgruppe selber geführt.