Review

Lieblos hingerotzte Fortsetzung…28.01.2026

Der Rahmen

Läuft alles nicht so gut für Hutch, den wir aus Nobody kennen…der Film, in dem er zum Schluß das gesamte Geldvermögen der russischen Mafia verbrannt hat. Offensichtlich war das ein Fehler, den irgendwer hat die Schulden bezahlt, und nun muß Hutch als Auftragsmörder dreckige Jobs erledigen, um die Schulden zu bezahlen. Wieso und warum? Wir rätseln…doch irgendwann ist es genug des Tötens, und so braucht Hutch, wie jeder von uns, mal Urlaub. Mit Vater und Familie auf ins alte Feriencamp, doch da ist auch nicht mehr alles so, wie es einmal war…und schon ist Hutch wieder mittendrin satt nur dabei, es geht gegen die lokale bestechliche Polizei und eine Gangsterorganisation, deren Anführerin sich halt mal wieder mit dem Falschen anlegt. Und ja, auch Hutchs Frau und Kinder dürfen bissl draufhauen, sogar der Bruder ist irgendwann mit von der Partie, wenn es ans Aufräumen geht. Macht alles wenig Sinn, aber wen schert das schon, Hauptsache, der Rubel rollt.

Gucken oder nicht?

Nein, lieber nochmal das Original anschauen
 
Warum?

Bereits nach den ersten zehn Minuten merkt man, daß der Film lieblos runtergekurbelt ist. Ein paar Schautafeln „Montag, Dienstag“ aber ohne wirklichen Sinn. Genauso wenig Sinn wie die ganze Geschichte, in der man mühsam einen Anlass kreiert, um Hutch mit seinen Fähigkeiten von der Leine zu lassen. Das wird natürlich recht brutal inszeniert, ist aber wenig überraschend und hat zu keiner Zeit den Charme des Erstlings. Hier wird versucht, an allen Schrauben noch ein klein wenig zu drehen, und dann wird überdreht, was sich besonders an der Rolle des Vaters festmachen läßt. Schließlich, wenn im Vergnügungspark alle aufeinandertreffen und jeder ein wenig herumschießen darf, ist man geneigt, abzuschalten. Es fehlt an allem, außer an überzeichneter, dafür aber schlecht gefilmter Gewalt. So sieht es also aus, das Auftragsprodukt der aktuellen Zeit…einfach noch ein paar Taler abgreifen, ohne auf Qualität zu achten. Und Sharon Stone, die man kaum erkennt, hätte auch besser nicht mittun sollen.

Die Note

Dummes Drehbuch, billige Kopie des Originals, verschenkte Figuren, und das alles in nur 89 Minuten. Nein, das hier überzeugt nicht, ist mehr ein Comic als ein guter Film, macht kaum Freude und langweilt aufgrund der stetigen Überdrehtheit…nur wegen der recht guten Actionszenen noch knappe 6/10.

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