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Superman, aalglatt, gefühllos, irgendwie langweilig. So würde normalerweise auch eine Verfilmung aussehen, so sah jene bisher auch in der Regel aus, zuletzt zusätzlich noch düster statt comic-bunt. Um unter anderen dem vorzubeugen, wurde wohl James Gunn engagiert, welcher wie gehabt einen verspielten Klamauk inszeniert. Das Alien ist hier ein Mensch, sogar ein sympathischer, klein, bubenhaft, knuddelig. Also definitiv kein Superman, zumindest im Sinne von allmächtig, von ikonisch, von der eine unter vielen, und trotzdem kann man ihm nicht böse sein, dem Süßen. Dazu bekommt er noch einen Köter an die Seite, unwiderstehlich. Ein typischer Gunn-Schachzug, aber halt definitiv etwas am Thema vorbei. Der Spagat zwischen weltfremd und über-welt-igend gelingt oft nicht. Plötzlich eine Allegorie, an die hatten die einstigen Superman-Erschaffer sicher nicht gedacht, da war es noch der Über-Jude, also nicht weniger befremdlich. Clark Kent wäre zwar gern einer von allen, aber gerade durch die Prämisse Lex Luthor und seiner Technik-Affinität, wirkt es wie eine Schlacht der künstlichen Intelligenzen. Wir popligen Menschen sind in diesen Ränken nur die Spielbälle, die zwischen KI A und KI B wählen können. Ja, und dann kommt auch noch raus, Superman/ die KI wurde nicht auf die Welt gesendet, um den Menschen zu helfen, sondern sie zu beherrschen. Uff, neben all seiner Lockerheit und den 1001 Ideen, schenkt der Film so die schwere Last des Realitätsbezuges. Den bekommen wir noch zusätzlich durch Ostblock-Konflikte und digitale Endzeit verzuckert. Wohl bekomm’s, große Themen in einer leichtfüßigen Umsetzung. Verwirrung…oder einfach eine Tüte Popcorn.

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