Als Billy durch einen Krypto-Crash alles verliert, entdeckt er mit seinen Freunden Eva und Dom, dass der angeblich verstorbene Gründer der Kryptowährung „Tulip“, Charles Hegel, noch lebt. Gemeinsam schmieden sie einen riskanten Plan, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen – und ihr Geld zurückzubekommen. Doch dann geht etwas gewaltig schief. Ein spannender, schwarzhumoriger Thriller, präsentiert von Steven Soderbergh , über Gier, Gerechtigkeit und digitale Abgründe.
So der Pressetext. Was heißt eigentlich präsentiert? Was tut der Soderbergh dabei? Macht er Werbung? Produziert er das ganze? Kommt er mal ans Set und pinkelt? Manchmal hat man den Eindruck man saugt sich was aus den Fingern, nur damit ein bekannter Name da steht. Davon weiß sicherlich auch ein Stephen King ein Lied zu singen.
Nun zum Film: Eigentlich ist die Story gar nicht schlecht und auch relativ innovativ, was auch damit zusammenhängt, dass Kryptowährungen noch relativ neu sind und es noch nicht allzu viele Filme zu dem Thema gibt.
Dass das ungleiche Trio versucht sich das entgangene Geld zurückzuholen versucht, scheint demnach zuerst mal legitim, zumal man den Eindruck hat, dass der Chef sich das alles selbst eingesackelt hat.
So entsteht unter dieser Prämisse eine recht launische Komödie, die dann gegen Ende eher in das Genre Thriller wechselt, was ihr nur bedingt gut tut, denn nach dem Beginn, kann man irgendwie die letzten 30 Minuten, in denen der Humor fast vollständig verschwindet, nicht so ganz ernstnehmen bzw. es fällt einem schwer umzuswitchen.
Die Darsteller liefern einen ganz ordentlichen Job ab, sind aber aus meiner Sicht nur bedingt authentisch besetzt. Das kann man natürlich auch anders sehen, denn bei dem Wort Krypto kommt einem automatisch eine andere Klientel in den Kopf, als diese hier, wobei das Mädel noch am ehesten durchgeht.
Insgesamt ein netter Film, der auch nicht langweilt, und der mit den ein oder anderen doch unerwarteten Wendungen daherkommt – die sind zwar nur bedingt glaubwürdig, machen aber Spaß. Trotzdem wäre es besser gewesen, hier in einem Genre zu bleiben. Da mich der Film insgesamt dennoch ordentlich unterhalten hat, gibts hierfür 6 Punkte.