Als „Agent 00“ versucht Leslie Nielsen an seine Zeiten als nackte Kanone anzuschließen – erfolglos, aber immerhin besser als viele andere seiner späteren Filme.
Superagent Dick Steele (Leslie Nielsen) ist der beste Mann beim US-Geheimdienst, doch seit dem Verlust seiner Partnerin aus dem Dienst ausgeschieden. Als sein Erzfeind, der finstere General Rancor (Andy Griffith) jedoch erneut nach der Weltherrschaft greift, wird Steele noch einmal in den Einsatz geschickt…
Das Kozenpt von „Agent 00“ ist genau wie das von Nielsens Einsätzen als nackte Kanone: Dünne Story, die nur als Vorlage für die Gags dient, sowieso Parodien auf ein Genre und konkrete Filme. Hier wird das Agenten- und Actiongenre durch den Kakao gezogen, unter anderem „True Lies“, „Speed“, „Cliffhanger“, „In the Line of Fire“ und „Jurassic Park“. Meist muss man die Originale auch nicht gesehen haben, um die Parodie zu erkennen, doch eine breite Filmkenntnis hilft den Film lustiger zu finden.
Als Parodie auf die Mechanismen des Actiongenres funktioniert „Agent 00“ dann auch ganz gut: Die Verwendung eines Kissens als Schalldämpfer (hier bei einem MG), die verführerische Schönheit, die alte Rechung zwischen Held und Bösewicht etc. Wer das Genre kennt und liebt, der wird erkennen, dass sich die Macher von „Agent 00“ viel Mühe gegeben haben alle möglichen Klischees auf die Schippe zu nehmen, auch wenn „Loaded Weapon“ dies noch besser hinbekommen hat.
Woran es allerdings im Vergleich zur nackten Kanone und dergleichen dann hapert, das ist die Trefferquote der Gags. Denn das Aufzeigen von Genremechanismen macht noch keine gelungene Komödie. Leider gibt es bei „Agent 00“ nicht genug Lacher, in erster Linie ist Steeles Fahrer (mit ständig wechselnden Vehikeln) weiß für Laune zu sorgen. Viele andere Gags sind dagegen eher müde und ahmen nur „Die nackte Kanone“ nach (z.B. Steeles Kampfsporteinlage oder die dauernden Missverständnisse in den Dialogen).
Leslie Nielsen kalauert hier immerhin noch halbwegs frisch rum und zieht seine Paraderolle noch halbwegs sauber vom Leder, weshalb man ihn nicht allzu schlimm schelten kann. Der Rest der Nebendarsteller ist vergessenswert, am ehesten erinnert man sich noch an Weird Al Yankovich aus dem Vorspann in Bond-Tradition und Barry Bostwick, der hier aber noch nicht mal halb soviel Ausstrahlung wie in „Chaos City“ hat.
Bleibt unterm Strich eine mittelmäßige Komödie, welche das Agenten- und Actiongenre gar nicht mal unintelligent auf die Schippe nimmt, der es aber an wirklich Brüllern eindeutig mangelt.