Der durchgeknallte Obergangster General Rancor, den alle für tot hielten ist dies ganz und gar nicht. Er hat einen wahnsinnigen Plan: Mit Hilfe eines Computerchips will er die ganze Welt besitzen, und wenn das nicht klappt, dann will er sie wenigstens zerstören. Dick Steele, besser bekannt als Agent 00 ist genau der richtige Mann für die Mission, den unberechenbaren Verrückten Rancor zu stoppen. Wenn Dick nur nicht so tollpatschig wäre und wirklich in jedes Fettnäpfen treten würde.
Von den vielen Gurken die Leslie Nielsen in einer post-nackte-Kanone Zeit so vom Stapel gelassen hat, ist Spy Hard eigentlich sogar noch eine der Besten. Zwar kommt diese Slapstick Parodie auf James Bond, Speed, Kevin allein zu Haus etc. lange nicht an die genialen ZAZ Produktionen heran, liegt aber zumindest noch in deren Sichweite. Verwunderlich ist dabei aber der Titel, der ja auf Die Hard verweist ähnlich wie die deutsche Betitelung, komischerweise ist das so ziemlich der einzige Film den Agent 00 nicht durch die Mangel nimmt, muß man aber jetzt wohl nicht unbedingt verstehen, denke ich.
Auch nichtt verstehen braucht man eine stringente Handlung so mit Hand und Fuß, Charakteren und deren Entwicklung, was so die anderen Filme meist zu bieten haben, gibt es es hier eigentlich nicht. Grob gesagt gibt es einen Erzschurken der die Welt beherrschen will, dazu einen tapsigen Geheimagenten, alles andere ist mehr oder weniger ein wahllose Pointenshow ohne großen Zusammenhang. Immerhin zünden dabei eine Vielzahl der Gags, während aber auch genügend dabei ind die entweder von der nachten Kanone recycelt wurden, oder auch einfach nur dümmlich sind. Ganz amüsant sind beispielsweise die diversen Gimmicks a la Q, oder das Versteckspiel des Äquivalenz von M (man merkt schon, Schwerpunkt des Konzepts sind die Bond Filme), am besten ist allerdings der Kleine Kevin, der hier endlich sein verdientes Fett weg bekommt.
Leslie Nielsen selbst grimmassiert sich wie gewohnt durch die Rolle des Trottelagenten, der Junge hat einfach eine komische Ader, die er hier voll ausleben darf. Dazu gesellen sich noch einige nette Gaststars wie Mr. T, Hulk Hogan oder Pat Morita, die sich alle für einen knappen einminütigen Cameo nicht zu schade waren. Gesamt gesehen überwiegen die positiven Aspekte, vor allem, wenn man bedenkt was danach für teilweise unwürdige Klamotten folgen sollten. Daher
6/10