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Neun Jahre nach dem Erstling schickt Disney das ungleiche Team Judy Hopps und Nick Wilde mit dieser Fortsetzung in ein neues Abenteuer. In diesem sind die beiden selbst auf der Flucht und müssen eine weitere Verschwörung aufdecken. Die Geschichte um die Wahrheit hinter den Mechanismen der Stadt birgt allerlei Themen wie Vorurteile, Gentrifizierung und die Beziehung zwischen Judy und Nick. Dabei erinnert „Zootopia 2“ erzählerisch im Kern schon auch an den Vorgänger, schmückt dies aber unterhaltsam aus und bringt natürlich auch einige bekannte Figuren (wenn manchmal auch nur als Cameo) zurück.

Die Kerngeschichte ist aber nicht die Stärke des Films, diese liegt in den Figuren und der Welt. Daraus speist sich gepaart mit einem anständigen Tempo der Witz, die Emotionalität und das stete Vorankommen. Ergänzt wird das zentrale Duo durch Komparsen wie Schlange und Biber, von einem Schauplatz zu nächsten geht es mal zusammen, mal getrennt. Dabei ist der Humor recht breit gefächert von Slapstick und Wortwitz bis zu selbstreferentiellen Szenen. Das lässt über ein paar inhaltliche und dramaturgische Schwächen hinwegsehen. Wenn man auf „Ratatouille“ (2007) oder Kubricks „Shining“ (1980) anspielt, dann macht das ebenso Laune wie die gelungenen Animationen und die Ausstaffierung der Welt. Da lohnt sich oft auch ein Blick in den Hintergrund. „Zootopia 2“ hat Charme und einen anständigen Unterhaltungsfaktor, da macht man für etwas über hundert Minuten nichts verkehrt und bekommt natürlich noch ein bisschen Botschaft mit.

„Would you like a traumatic adulthood?“

Kurzweilige Fortsetzung, die mit ihrem Witz und der Präsentation die Erzählung aufwiegt.

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