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Mattie und ihre besten Freundinnen reisen in die Wälder, um ihre bevorstehende Junggesellinnen-Party zu planen. Alle glauben, dass sie ihr Camp in der Nähe von Matties Verlobten und dessen attraktiven Freunden aufschlagen werden. Aber das Zelt neben ihnen gehört einem mysteriösen Einsiedler. Mit keinerlei Handyempfang entwickelt sich ihr Ausflug mehr und mehr zu einem tödlichen Trip.

Zuerst einmal zum Cover und der Story. Wer hier einen typischen Tennieslasher vermutet bei dem ein Irrer durch den Wald rennt und reihenweise Menschen abschlachtet wird hier nicht fündig. Glücklicherweise entfallen auch die üblichen dumm-doofen Sexgespräche der Jugendlichen, die man aus Filmen wie Freitag der 13. kennt.

Im Kontrast dazu muss man sagen, dass KILL HER wirklich einige Stellen hat, an denen man durchaus lachen muss und insbesondere in der ersten Stunde erinnert das ganze dann auch eher an Filme wie Tucker and Dale oder Sissy (nein nicht die Kaiserin, sondern der australische Film der von beknackten Influencerinnen handelt, der an dieser Stelle nochmal empfohlen sei), denn an den klassischen Teenislasher.

Insbesondere die beiden Freundinnen, die Matties Mitbewohnerin nicht ausstehen können sind für den ein oder anderen wirklich coolen Oneliner gut und ich dachte ich bekomme hier eine reine Komödie zu sehen.

Das ändert sich aber im letzten Abschnitt, denn dann wird es dann doch deutlich blutiger, allerdings nicht mehr als eine FSK 16, aber natürlich macht das rote Etikett immer noch einen besseren Eindruck, insbesondere wenn man die Splatterfreunde ansprechen will, denen hier womöglich zu wenig Blut fließt.

Die eigentliche Geschichte mit massenhaften Wendungen ist zudem deutlich innovativer, als die Ausgangslage es vermuten lässt. Auch wenn manche Sachen dann doch nicht so überraschend sind wie sie gerne wären (zum Beispiel wer der Killer ist) gibt es doch zahlreiche Twists, auf die man nicht wirklich kommen kann.

KILL HER ist ein durchaus unterhaltsamer Film, der auch insgesamt sehr gut aussieht. Man kann erkennen, dass der Regisseur normalerweise Cutter und Editor ist, denn der ganze Look sieht keinesfalls billig aus und auch die Schauspielerinnen sind gar nicht mal schlecht. Dazu gibt es noch ein wiederkehrendes (gelungenes) musikalisches Thema, ähnlich wie bei den HALLOWEEN Filmen.

Fazit: Launige Mischung aus Komödie und Horror, die an einigen Stellen durchaus zu überraschen weiß, aber für die Freunde des Kunstblutes vielleicht einen Tick zu lange unblutig bleibt. Ich persönlich fand KILL HER (nettes Wortspiel) durchaus ansprechend.








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