Review

Beißt mehr ab als er kauen kann...

Was beginnt wie ein klassischer Campingslasher über ein JGA-planendes Mädelsquartett im Wald, wird dann doch viel eher zu einer hakenschlagenden Parodie auf das Subgenre, die bei mir leider nahezu null Heringe in den Humorboden hauen konnte...

Raccoooooons!

"KillHer" gewinnt und verliert, steigt oder fällt glaube ich über seine Witze und Figuren. Wenn man die Jokes blöd findet und sie gar nicht landen, wenn man die Mädels unfassbar nervig und unsympathisch findet, dann kann "KillHer" sich aus diesem Sumpf der Antipathie nicht mehr befreien, dann blubbert er sang- und klanglos ab. Und das war bei mir leider die meiste Zeit der Fall. Im letzten Drittel tut er dann endlich mal Butter bei die Fische. Etwas. Sparsam. Aber bis dahin ist's 'ne Tortur - und nicht die Art von Tortur, die man als Slasher- und Genrefan sucht. Und das liegt nicht daran, dass ich unbedingt einen waschechten, ernsten Slasher wollte. Auf keinen Fall. Ich wusste null was mich erwartet und hätte auch mit einer richtig lustigen Parodie leben können. Aber "KillHer" ist weder das Eine noch das Andere. Er macht für mich rein gar nichts aus vollem Lauf oder Herzen. Immer ist die Handbremse drin, nie wird ein Weg gewählt, ich kam mir echt verarscht vor... von einer Generation, zu der ich längst die Connection und sehr viel Verständnis verloren habe. Schwache Show, verplante Vorstellung. Da wundert's kaum, dass er aus '22 stammt und jetzt erst erscheint...

Fazit: funktioniert für mich weder als Komödie noch als Slasher, weder als Real Deal noch als Dekonstruktion... "KillHer" stolpert über seine vielen, kleinen tonalen wie inhaltlichen Hüpfer, Schlenker, Augenzwinkern - und am Ende kommt dabei unsympathisches, völlig egales Wald-und-Wiesen-Gen Z-Gulasch ohne Pfiff raus. Anmaßend und nervig. Nur der wiederkehrende, carpentereske Score geht in's Ohr.

Details
Ähnliche Filme