An der „Goldküste“ Australiens, nahe Brisbane, ist ein besonderer Fischer unterwegs: Bruce Tucker „angelt“ Touristen, bevorzugt junge Frauen, um diese auf seinem Boot gefangenzuhalten und nachts an die Haie zu verfüttern. Sein Firmenlogo wirbt für die „Tucker Experience“. Die toughe Surferin Zephyr ist jedoch alles andere als ein leichtes Opfer, sie scheint vielmehr eine würdige Gegnerin für den selbsternannten „Alpha“ („The Shark brings order“) zu sein. Zudem macht sich an Land Moses, der letzte One-Night-Stand Zephyrs, Gedanken über ihr Verschwinden. Der Predator kommt langsam ins Schwimmen.
DANGEROUS ANIMALS ist ein seltsames Biest. Der Film vermischt zwei klassische Subgenres, den Serienkiller/Captivity-Film und den Hai-Horror – und das funktioniert überraschend gut. Zwar erscheint die Tötung durch Haifische etwas umständlich, aber jedem seinen Fetisch. Lässt man sich auf das Szenario erst mal ein, kommt man in den Genuss eines bisweilen hochspannenden Thrillers, der weit weniger trashig ist, als er klingt. Der Film von Sean Byrne (THE LOVED ONES) sieht für sein Budget erstklassig aus, hat wunderschöne Haiaufnahmen und übertreibt es zum Glück nicht mit der Effekthascherei – wie bei JAWS bleibt viel der Grausamkeit dem Kopf des Zuschauers überlassen. Jai Courtney (THE SUICIDE SQUAD) ist überzeugend furchteinflössend und Hassie Harrison (YELLOWSTONE) nimmt man den Überlebenskampf jederzeit ab.
Lediglich das Ende hätte rund eine Minute früher kommen dürfen – für mehr Punch und weniger Klischee. Ansonsten solide Genreunterhaltung!
6.5/10