Review

Wie mit der Gen Z in einem Auto festzustecken...

Der Anfang von "It Ends" ist echt beschwerlich und nervig, wenn wir schier endlosen Nonsense-Gesprächen von vier lautstarken und scheinbar etwas ziellosen Jugendlichen im Auto lauschen müssen. Doch nach gar nicht allzu langer Fahrt findet sich die Clique auf einer schier endlosen, von Wald umgebenen Landstraße wieder - und zu allem Überfluss rennen ihnen plötzlich auch noch wildgewordene und aggressiv um Hilfe (!?) schreiende Menschen hinterher...

Kammerspiel auf Rädern

"It Ends" hat einige interessante Ansätze und Möglichkeiten. Philosophisch, theoretisch, menschlich, existenziell, metaphorisch, naturalistisch, religiös, technisch, horrormäßig, spannungstechnisch. Und doch wird so richtig von all dem nichts genutzt... Hier werden mal "Sünden" und Lebensfehler und Risse in der Freundschaft angedeutet, da gibt's mal "28 Day Later"-ähnlichen Verfolgungsterror, dort geht's um Wiederholungen und den "Sinn von all dem Scheiß". Zwischendurch viel Rumgefahre und ganz sicher keine schlechte Kamera. Aber es verfängt sich eben nichts im Netz, es bleibt nichts bei einem, es berührt mich in keiner Beziehung. Weder dramatisch noch genretechnisch. Die Figuren sind jetzt auch nicht gerade Sympathieträger. Und dadurch ordne ich "It Ends", egal ob als Theaterstück oder als Film, eher als vergebene Liebesmühe und Lebenszeit ein. Nicht ohne nette Ansätze, aber ohne echten Ertrag. Eine filmische Schlange, die sich in ihren eigenen Schwanz beißt. 

Drive Your Car

Fazit Wie eine sich dehnende und teils echt anstrengende rollende Therapiesitzung mit einer fragwürdigen und maximal oberflächlichen Generation, wie eine halbgare moderne "Twilight Zone"-Episode, wie ein nur in kleinen Highlightmomenten gutes Gruselexperiment. Interessant, aber nie durchschlagkräftig, böse oder effektiv genug. Hier fehlt die Zündkerze.

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