Review

Spielend die Welt erkunden

"Obex" wird nicht für viele sein - aber bei denen wo es klickt, da wird man es nicht mehr aufhören Klicken zu hören... In einer wundervollen Mischung aus Weltflucht und Mysterium, aus Nerdtum und Reife, aus Anspruch und Fun, aus "Zelda" und "Eraserhead" kommt dieser gamende Genrehybrid - und trifft genau meinen Nerv. Oder gleich mehrere Nerven! Erzählt wird wie man es schlicht noch nie erlebt hat, in monochromen "Farben", von einem Nerd und Gamer, der in den 80ern zwischen Videospielen, Pophochkultur, Agoraphobie und dem titelgebenden neuen Spiel "Obex" auf eine unvergessliche Reise und Suche geht - nicht nur nach seinem verlorengegangen Hund...

Special Gaming Interest

Ich weiß gar nicht, wo ich bei "Obex" anfangen soll, aber ich habe mich in dieses komische Teil ein gutes Stück schockverliebt. Und hoffe inständig, dass es dazu bald eine offizielle Veröffentlichung gibt (in den Staaten ist bereits eine schöne Edition angekündigt). Von der Hundeliebe bis zur Gamingliebe, von der kreativen Nostalgieerweiterung bis zum intimen Blickwinkel, von dem Look bis zu den Themen - alles an "Obex" geht mich etwas an, hat mich gefesselt, hat mich fasziniert und voll auf's Kreuz gelegt. Tristesse und Openworldmeisterwerk. Depression und Disketten. Helden des digitalen Alltags. Conor vs. the World. Point-and-the Shit-Adventure. Es fällt mir unglaublich leicht "Obex" mindestens zu schätzen, eher zu lieben. Ganz klar einer meiner momentan größten (kommenden) Geheimtipps - unter strikter Gaminggewähr! Als ob Lynch und Kojima zusammenarbeiten. Als ob das Sony Studio Japan nach seiner Schließung nun auf Indiefilme umgesattelt hätte. Seelenexploration und Graphic Novelle. Weirder Humor. Ein sensationelles Konzept. Ein Treffer in mein Herz - filmisch, gamingtechnisch, menschlich. 

Angst vor der Welt, nicht vor dem Endgegner

Fazit: Kreatives Arthousegenreexperiment trifft gekippte Videospielnostalgie... Ich liebe fast alles an "Obex"!

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