Im Städtchen Southport stehen die Feiern zum 4. Juli an und die fünf Freunde Danice, Ava, Milo, Teddy und Stevie kommen auf die Idee, das Feuerwerk von einer Küstenstraße aus zu beobachten. Dabei kommt es zu einem Unfall, bei dem ein Unbekannter mit seinem Wagen in den Abgrund geschleudert wird und stirbt. Die fünf Freunde informieren zwar die Polizei, schwören sich aber gegenseitig, die wahren Umstände zu verschweigen und niemals Verantwortung zu übernehmen. Exakt ein Jahr später verkündet ein unbekannter Absender einer Nachricht an alle, dass er weiß, was sie letzten Sommer getan haben…
Der Mörder mit dem Ölmantel und dem Fischhaken ist zurück! Bereits das Original von 1997 war weder besonders originell noch in irgendeiner Form wichtig für Genre: „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“ von Jim Gillespie war einfach nur ein leidlich funktionierender, gelackt daherkommender Slasher aus der Schuld-und-Sühne-Ecke, der damals mit Kevin Williamsons Namen zu punkten wusste. Über die Fortsetzungen gibt es nichts besseres zu berichten. Warum also heute einen durchschnittlichen Stoff noch einmal aufwärmen und als hippes Remake-trifft-auf-Sequel-trifft-auf-Reboot-Filmchen an den Start schicken? Nun ja, die Antwort darauf wissen sicherlich nur die Geldgeber des 2025-er Aufgusses sowie Jennifer Love Hewitt und Freddie Prinze jr., die noch einmal für ihre alten Rollen verpflichtet wurden. Wie man allerdings einen dürftigen Inhalt nicht nur optisch aufpäppeln kann, das hat sich Jennifer Kaytin Robinson wohl offenbar doch von einigen Horrorgranden abgeschaut, denn in einer recht ironiefreien und teilweise zu lang geratenen Inszenierung packt sie beim Body Count noch einiges drauf und lässt das Blut weit häufiger und mehr fließen als beim Original, denn 2025 geht es erstmal vielen Randfiguren an den Kragen. Kanonenfutter bleibt Kanonenfutter und Slasher bleibt eben Slasher – Hauptsache es spritzt. Da wundert es eigentlich auch kaum mehr, dass wieder einmal einiges an den Haaren herbeigezogen und alles nur durchschnittlich erdacht ist. Und genau an dieser Stelle schließt sich der Kreis: Reboot hin oder her, für das Genre ist auch 2025 „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“ nicht wichtig. Bildformat: 2,39:1. Des weiteren mit Madelyn Cline, Chase Sui Wonders, Jonah Jauer-King, Billy Campbell u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin