Review

Wo soll ich denn anfangen? Zunächst mal hat dieser Film absolut nichts mit der "Naked Gun" Reihe zu tun, auch wenn das hier mal wieder im Titel angedeutet wurde (Wie in so ziemlich jeden Film mit Leslie Nielsen). Dann natürlich Leslie Nielsen selbst. So genial ernst und authentisch er auch in späteren Filmen agieren sollte, so unerträglich steif agierte er auch in seinen "frühen" Werken, wo er wirklich die ganze Zeit ernst guckt und es auch darauf belässt. Auf einen Gesichtsausdruck innerhalb von 90 Minuten kann ich verzichten.

Dann sind es die Gags. Davon trifft so gut wie keiner wirklich die Lachmuskeln, stattdessen wirkt alles fürchterlich einfallslos und beinahe schüchtern. Der gewagte Gag fehlt einfach, denn hier konzentriert man sich auf einen unfassbar kindischen Schubladen-Humor, der irgendwann die Augen, Ohren und die Seele strapaziert. Dann wäre da noch die Story an sich. Die präsentiert sich als schwache Persiflage auf das Genre der Sci-Fi Filme, die sich vornehmend in einem Raumschiff abspielen (Allen voran natürlich Alien persönlich), und da hat man eigentlich ein recht großes Feld offen für humoristische Attacken. Aber genau hier pennt der Film, denn alles was gezeigt wird passt irgendwie gar nicht. Allein der Alien, der sich irgendwann ins Raumschiff verirrt, sorgt für allerlei seufzen der Marke "Wann ist das endlich vorbei?".

Dann wären da natürlich noch die anderen Schauspieler, aber die sind... naja. Man fragt sich teilweise ob man einen Spielfilm sieht oder die Gruppe der anonymen Alkoholiker. Hier wird alles geboten, sei es nun gelangweilte Gesichter, lustlose Dialoge oder *gähn* Stimmung im umgekehrten Sinne. Dass da ausgerechnet der eigentlich recht steife Leslie Nielsen noch am besten wegkommt, spricht wohl Bände.
Zuletzt ist da noch die Sache mit der Technik. Mir ist klar, dass man einen Film mit einem geringen Budget auch nicht teuer aussehen lassen kann, aber das man ihn so billig aussehen lassen kann war dann doch ein spontaner Schock. Das Set sieht immer irgendwie nach Pappe oder dunkler Wäschekammer aus, während die Requisieten wahrscheinlich aus den Extras der "Micky Maus" Hefte bestanden. Und das Monster, was hier für gruseligen Spaß sorgen soll, sieht auch schwer aus nach Sesamstraße (Das Niveau der Gags des Monsters bewegt sich übrigens auch auf dem der eben genannten Serie). Und das der Film unfassbar viel Trash hat kann man nun wirklich nicht leugnen.

Und am Ende ist "Naked Space" einer dieser Filme, die man ganz hinten in seiner Videothek findet, ausleiht und sich beim Verleiher im Nachinein über diese Scheiße beschwert. Das einzige wirklich nur halbwegs gute an dem Film ist die Tatsache, dass er bei all seinem unerträglichen Trash tatsächlich ab und zu einen gewissen Charme entwickelt, der die Butter aber nun auch nicht wärmer macht.

Fazit

Unsinniges Filmchen, was im Nachinein vergeblich versucht, sich irgendwie an die Erfolge der "Naked Gun" Reihe zu klammern. Die Gags sind kindisch, die Qualität unter aller Sau und die Schauspieler lustlos. Bei allem Charme trotzdem ein Film, den man gerne in einen Karton stecken und auf dem Dachboden verstauen will.

2/10

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