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kurz angerissen Euro-Apokalypse aus dem Bastelkasten. Bautista jagt im Assassin's-Creed-Hoodie Objekten aus der prä-apokalyptischen Welt nach und darf coole Autos fahren, die auch Wolverine schmeicheln würden. Olga Kurylenko hat's immer noch drauf, weiß aber offensichtlich auch in der Endzeit, wo man sich hübsch herausputzen kann. Jackson reißt weiter seine Cameos ab, hier und da wird mal ein Gunfight ausgepackt. Filmisch ist das alles eine Schippe hochwertiger als Bautistas anderes Endzeitvehikel in diesem Jahr, drückt aber dafür wesentlich öfter auf die Bremse statt aufs Gaspedal.
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Mal wieder geht es in die Endzeit, der Spiegel aktueller Zuschauer-Ängste. Natürlich nur auf der Leinwand, es soll nach Minuten alles wieder gut sein und unser Held Bautista gewonnen haben. Er mimt den Snake Plissken, ist aber eher ein lieber Teddy als eine abgefuckte Schlange. Trotz allgemeiner Häme für den Film, ist er wie gehabt ein angenehmer Sympathie-Träger und rückt die Streaming-Produktion zumindest anteilig in den Liebhab-Modus. Das und der nicht zu vergessende Fakt, dass ein solcher Film aus den 80ern heute als kleine Perle gelten würde, mit oder dank all ihren Schwächen. Alle Beteiligten wirken ausreichend motiviert, ein Mindest-Budget schien vorhanden zu sein und sämtliche eindrucksvoll abgewrackten Industriegebiete der Slowakei werden durchkämpft. Zu kämpfen hat der Zuschauer allerdings mit den CGI-Effekten, dem Schauspiel sämtlicher Beteiligter und der Bierdeckel-Handlung.