„Maa“: Eine Mutter gegen das Dunkel – starke Hauptrolle, schwacher Horror
Maa versucht, mythologischen Horror mit emotionalem Familiendrama zu verbinden und dabei eine kraftvolle Geschichte über Mutterschaft und Opferbereitschaft zu erzählen. Der Film lebt dabei vor allem von der intensiven Darstellung von Kajol, die als Ambika eine beeindruckende Präsenz auf die Leinwand bringt. Sie schafft es, Angst, Trauer und Entschlossenheit glaubwürdig zu vereinen und gibt der Geschichte ein emotionales Fundament, das den Film über viele schwächere Momente hinwegträgt. Besonders in den Szenen, in denen Ambika zwischen rationalem Zweifel und spirituellem Glauben schwankt, zeigt Kajol eine bemerkenswerte Tiefe. Auch die Atmosphäre des abgelegenen Dorfes mit seinen alten Ritualen, dunklen Legenden und religiösen Symbolen hat grundsätzlich großes Potenzial und sorgt für einige stimmungsvolle Bilder.
Obwohl es diese starken Ansätze gibt, leidet der Film deutlich unter seinem Drehbuch. Die Geschichte wirkt oft überladen und springt zwischen Horror, Mythologie und Familiendrama hin und her, ohne eine klare erzählerische Linie zu finden. Viele der übernatürlichen Elemente werden zwar spektakulär eingeführt, verlieren aber schnell an Wirkung, weil sie zu hastig erklärt oder zu vorhersehbar aufgelöst werden. Dadurch entsteht selten echte Spannung, obwohl die Grundidee eines uralten Fluchs und eines dämonischen Wesens durchaus fesselnd sein könnte. Auch einige Nebenfiguren bleiben erstaunlich blass, obwohl sie für die Handlung eigentlich wichtig wären, und manche Wendungen wirken eher konstruiert als organisch.
Visuell versucht der Film mit düsteren Schauplätzen, Ritualen und mythologischen Bildern zu punkten, doch nicht alle Effekte wirken überzeugend, wodurch die Horroratmosphäre gelegentlich unfreiwillig abgeschwächt wird. Die Verbindung zum Universum von Shaitaan wirkt eher wie ein zusätzlicher Marketingaspekt als wie ein wirklich organischer Bestandteil der Geschichte. Am Ende bleibt Maa ein Film mit einer starken Hauptdarstellerin und interessanten Ideen, der jedoch durch eine unausgereifte Handlung und ungleichmäßige Spannung deutlich unter seinem möglichen Niveau bleibt.