Nightmare In Camp Crystal Fake
„Marshmallow“ ist ein neuer Campslasher mit einem käsigen Cybertwist… Wir folgen einem jungen Außenseiter nach einem traumatischen Familientrauma in das Sommercamp, wo scheinbar ein psychopathischer und elektrifizierender Serienkillerarzt sein Unwesen treibt…
Shyamaladingdong lässt grüßen
Von dem zeitlosen Campslasherszenario über lobenswerte Kinderdarsteller bis zum „The Thing“-Gedächtnisposter - ich würde lügen, wenn ich nicht schon vor Filmstart das Gefühl gehabt hätte, dass mich „Marshmallow“ am Haken hat und er vielleicht genau wie für mich gemacht sein könnte. Warum die Rechnung speziell in meinem Fall dann doch nicht ganz aufging? Weil ich mit der Auflösung und Wendung einfach nicht mitgehe. Und wenn das nunmal nicht passt, dann fällt das Gesamtwerk damit enorm. Eventuell sogar in sich zusammen. Bis dahin ist's alles etwas blutarm und strange - aber Synthieschwadronen, Traumweirdness, Waldnebel und ein cooles Killerdesign haben mich nicht hängenlassen. Auch die Kids machen ihren Job wie gesagt gut. Manchmal mehr als das. Doch dann kommt eben der Aufhänger… und ich war erstmal raus. Und gerade als ich dann vielleicht doch ein Auge zugedrückt hätte und bei einer möglichen Weiterführung der Gedanken, Konzepte, Entwicklungen wieder Interesse hätte entwickeln können, flimmert auch schon der Abspann ins Gebälk… Schade.
Fazit: solide Style- und Schlitzeransätze werden für mich durch einen unpassenden Twist vernichtet… Aber das ist nur mein Geschmack. Wer mit der Auflösung besser vibet und auf Slasher steht, der sollte eigentlich einen knackigen Campcocktail bekommen. Für mich hat’s nicht ganz gereicht diese Hürde zu nehmen.