Da es vermutlich keinen weiteren Helge Schneider Film geben wird, ist das vermutlich genau das richtige Mittel gegen eventuelle Wehmut. Besser noch, ich glaube diese Mockumentary wird den Fans mehr amüsante Momenten schenken, als ein neues Werk es wohl könnte. Für Zuschauer, die nichts mit diesem großen Künstler anfangen können, jener schlicht eine Nummer zu groß für deren begrenzten Horizont ist, werden die 80 Minuten allerdings eher eine Qual. Eine wilde Fahrt zurück, vor, kreuz und quer, episoden- und sketchhaft, allerdings eher durch seine skurrile Gedanken-Welt als biografisch durch sein wahres Leben. Dennoch lässt sich einiges rausziehen, zum Beispiel, welchen großen Einfluss seine Eltern auf die augenzwinkernd-analytische Sicht der kleinen Dinge hat. Die Minuten 33 bis 35 sind vermutlich einer der Schlüssel zum Helge-Konzept, wenn es denn eins gibt. Meine Damen und Herren, die volle Laufzeit war mir bis auf minimale Vorbeischüsse eine Freude. Hoffentlich wirken diese Worte und die Dokumentation nicht wie ein Abschied, wir brauchen einen Helge Schneider in diesen entarteten Zeiten noch so lange wie möglich.