Das böswillige Waisenkind
"The Other" changiert immer irgendwo zwischen Lachnummer, tollen Ansätzen und Gähner, wenn ein kleines Mädchen von einem der austauschbarsten "All-American-Pärchen" seit langem adoptiert wird, keinen Ton spricht und ein düsteres Geheimnis in sich trägt...
Etwas hohl, etwas faul, etwas daneben...
"The Other" will glaube ich manchmal so etwas wie ein anspruchsvolles A24-Horrormaximum sein, hat jedoch nur die Fähigkeiten und innere Logik einer Walmart-Schnulze... Was zugegeben eine faszinierende Mischung ergibt. Lange Zeit auch eine echte Schlaftablette. Dann dermaßen abstrus, körperlich, effekt-heavy und komisch, dass es wieder in trashige Gefilde abdriftet. Und so ganz bestimmt eine insgesamt "gute" Zeit für seine überschaubare Runtime ergibt - aber eben von meiner Warte aus nicht immer freiwillig oder eben so, wie die Macher sich das gedacht hatten. Aber hey, spielt das im Endeffekt nicht nur eine untergeordnete Rolle?! Ein paar der weirdesten Überblenden des Jahres, ein paar der dümmsten Gesichtsausdrücke des Jahres, ein paar der aus dem Nichts kommenden (Subgenre-)Wendungen des Jahres - fertig ist "The Other", ein doch irgendwie glorreicher und kurzweiliger "Fehlschlag"! Der Vorspann ist cool.
Overacting küsst Underperformance
Fazit: Kitsch, Käse und Konfusion vereint in einer abstrusen Horrormixtur... Glatt wie der Lifetime-Channel und doch weird wie ein Temu-Cronenberg... Strange. Stumm. Dumm. Funny. Etwas Geduld gefordert um zu den "guten Parts" zu kommen. Und dann plötzlicher zu Ende als ein Autounfall.