iHaveCNit: Zweitland (2025) – Michael Kofler – Weltkino
Deutscher Kinostart: 04.12.2025
gesehen am 26.12.2025 in OmU
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Petit – Reihe 1, Platz 5 – 18:00 Uhr
In der Zeit um das Jahr 1961 ist das Leben für die deutschsprachige Bevölkerung durch die Österreichische Minderheit in Südtirol nicht einfach, wenn diese konsequent unter der Unterdrückung und gesellschaftlicher Benachteiligung zu kämpfen haben. Der kunstbegeisterte Paul Passler versucht in dieser Zeit seinem Bruder Anton und dessen Frau Anna zu helfen wo es nur geht. Anton sympathisiert jedoch mit dem Widerstand und als es in diesen unruhigen Zeiten zu einer Serie von seperatistischen Bombenanschlägen kommt und auch Anton als Flüchtiger in den Fokus der Ermittlungen gerät stellt sich vor allem für Paul und Anna die Frage nach familiärer Loyalität und Selbstverwirklichung.
Michael Koflers „Zweitland“ ist ein interessantes Historien- und Familiendrama und Zeitporträt geworden, dass einen in ein spannendes Kapitel entführt. Mit schönen Bildern eingefangen und einem tollen Soundtrack untermalt mag der Film durch die Darstellung etwas nüchtern, distanziert, ruhig, still und kalt wirken, hat mir aber da durchaus gut gefallen, weil sich eine unterschwellige Spannung und Dramatik dadurch eingestellt hat und der Fokus neben natürlich der gesellschaftlichen Entwicklung der damaligen Zeit auch auf dem innerfamiliären Konflikt zweier Brüder und auch der innere Konflikt bei der Frau inmitten patriarchalischer Strukturen liegt. Hier hat mir die Darstellung von Thomas Prenn, Laurence Rupp und Aenne Schwarz sehr gefallen.
„Zweitland“ - My First Look – 8/10 Punkte