Review

Da war ich schon etwas enttäuscht. Hatte mir "Terminal List" sehr gut gefallen, war dieses Prequel dann doch recht enttäuschend.

Wir erinnern uns: Chris Pratt spielte James Reece, einen ehemaligen Elite-Soldaten, der unwissentlich Teil eines Militär-Experiments war, was zu einer langsamen degenerativen Zerstörung seines Gehirns geführt hat. Vor dem eigenen Ableben wurde dann die ganze Verschwörung aufgedeckt und die Beteiligten terminiert. Am Ende kam dann raus, dass sein bester Freund Ben unwissentlich am Verrat beteiligt war. Eine finale Angelpartie endete dann mit der Liquidierung Bens und dem mutmaßlichen Tod von Reece.

Im Prequel nun dreht sich alles um diesen Ben Edwards und wie er aus dem Militär ausschied und seinen Weg zur CIA fand. Da nun einige Jahre zuvor auch Reece noch am Leben war, taucht auch dieser Charakter in einigen Folgen auf, spielt aber dramaturgisch keine große Rolle.

Hier geht es um Ben Edwards, der nach dem Totschlag an einem Terroristen, der unter Schutz der CIA stand, zusammen mit seinem Kumpel Raife Hastings aus dem Militär unehrenhaft entlassen wird und von der CIA für eine Geheimoperation in Europa angeheuert wird. Das wird dann ziemlich bleihaltig, denn natürlich stinkt die Sache und man wird gelinkt. 

Eins muss man der Serie lassen: Geballert wird reichlich. Die bösen Buben werden reihenweise niedergemäht und sterben zu Dutzenden. Moralische Bedenken gibt es auch keine, als man sich zu einem Massenmord entschliesst und sämtliche Insassen eines Fliegers (Böse Iraner, da geht das dann wohl) mit Maschinengewehrsalven pulverisiert. Nur spannend ist es nicht und auch nicht besonders hart, weil viel zu sehr übertrieben wird. Iranische Soldaten können jetzt auch nicht zu Hunderten nach Europa fliegen und dort Krieg spielen. Womit wir bei den Locations wären: Ich wusste gar nicht, dass man in Frankfurt belgisches Bier trinkt. Aber das ist nur eine der zahlreichen Lächerlichkeiten. Gedreht wurde kostengünstig in Osteuropa. Und wenn man nur die richtigen Schilder aufstellt, kann man das auch als Westeuropa verkaufen. So sieht die Mogelpackung teurer aus, als sie ist.

Die Handlung ist eine typische Agentenstory, die zuweilen recht unübersichtlich bis unlogisch wirkt und die Figuren sind dann doch alle recht klischeehaft. Gefallen hat mir eigentlich nur der Sidekick Raife, Tom Hopper gibt hier eine glaubhafte und differenzierte Vorstellung ab, auch die Darstellerin der Mossad-Agentin Eliza hat mir gefallen, die Figur geht dann aber drauf.

Was war das also nun? Sicher nicht die erwartete Eventserie und auch Nichts, was mit dem Original mithalten könnte. Standard-Konfektionsware, die recht schnell wieder vergessen ist und auch insgesamt nicht genug Spass gemacht hat. Leider nur Durchschnitt!

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