Von u.a. Quiver Distribution gehandhabter Survivalthriler, der stets und ständig Gefahr für die Frau hier bezeugt und daraus seine Prämisse erweist, es geht aus der Großstadt hinaus in die Vororte, die Motels, später direkt in die Wildnis, wo man seinen 'Mann' steht und Gegenwehr beweist. Dass etwas nicht stimmt hier, merkt man sofort, auch vor dem Anruf bei einem FBI Agent, es wurde das Lieblingsstofftier für eines der Kinder vergessen, zudem ist die Bedrohung auch gleich vor Ort.:
Chloe Malverino [ Emily Alatalo ], Ehefrau des Chicagoer Gangsters Donny [ Greg Bryk], hat mit dem FBI ein Deal und Eintritt in das Zeugenschutzprogramm gemacht und erstmal ihre beiden Kinder in Sicherheit zu ihrer Schwester in ein Motel gebracht. Dort wird sie schnell von den für ihren Mann tätigen Schergen Mick [ Patrick Garrow ], Vincent [ Jon McLaren ] und Lance [ Ryan Bainbridge ] ausfindig gemacht, bekommt aber unerwartet Hilfe von Jake Palmer [ Tim Rozon ]. Donny schickt seinen besten Mann Zach [ Milton Barnes ] hinterher.
Mit Gewalt wird hier agiert, ein Unbeteiligter erschossen, direkt in das Gesicht, eine Entführung, ein vorher und ein später. Außerhalb der Zivilisation wird hier gedreht und spielt die Handlung, verschiedene Beteiligte, ein schneller Prolog, ein knapper Einstieg, ein Koyotenjäger, es wird sich etwas über die jüngere Generation unterhalten, eher abfälliger Meinung, die Männer sind noch Männer hier, sie führen Befehle aus und halten sich an ihre Hierarchie, an die Anweisungen, die Anordnungen, die Warnungen von oben, dreimal gleich ausgesprochen, einige Stunts dargeboten, eine schnelle Flucht und Verfolgung.
Durch den Wald wird gesprintet, erstmal mitten ins Nichts, nur nach vorn, nur von den Kidnappern weg, den Kumpels ihres Mannes, den Geiselnehmern, drei Stück an der Zahl, mit Waffen bestückt, auch mit der Order, Gewalt anzuwenden, koste es, was es wolle, bald geht es mit dem Ast gegen die Pistole, trotz zwei Treffer mit dem Holz erstmal keine Chance, noch mehr Schüsse fallen, mit tödlichem Kaliber, eine fremde Hilfe, so möchte man meinen, die erste Tat in Notwehr auch geschehen, der Griff zur Pistole langsam als der zum Gewehr, von einer Bredouille in die nächste, das weiß man noch nicht, ein Schusswechsel im Wald, vom Regen in die Traufe, ein Toter am Erdboden zurückgelassen.
Rasche Dialoge, viel in Bewegung, viel Aufregung, viel Hektik, die Spannung oben gehalten, dann ein Blick zur Ursache, zum Auftraggeber, ein Gangsterstück, die Schauspieler kennt man nicht, das Marketing hat gut gearbeitet, die halbe Miete schon heutzutage, kurze Prozesse werden gemacht, keine Skrupel, ein Mann wird mit einem Zementblock am Fuß im Pool ertrunken, ein Verräter, Betrug duldet man nicht, auch keine Ausreden, es geht um Leben und ums Überleben, ein Pool voller Fische, mit zwei Haien und viel Beute her.
Der US Marine Corps hier am Eingreifen, zwischendurch hat man auch mal Signal, dann funktioniert das Handy, die meiste Zeit nicht, ist man in der Einöde gefangen, werden Deals gemacht, probiert zumindest. Der Jäger wartet auf Anweisungen, "Just say the word.", "Do you need a hand here?", die Frau hat die Qual der Wahl, so scheint es, bald ist es eine Mixtur aus Pest und Cholera, den Krieg herangeschleppt, in den Wald gebracht, darstellerisch ist das solide, die Inszenierung arbeitet auf Bewegung, schnelle Abwechslungen, flinke Wechsel, "Only one way in and one way out.", größtenteils mit den Füßen voran; wem kann man trauen und wem nicht, das ist die Frage hier.
Verstärkung wird beordert, heran und heraus gefordert, private Kontakte gemacht, aus Tag wird Nacht, aus Freiheit wird Verzweiflung, die Gleichberechtigung tritt in Kraft, von der Improvisation in die Provision, die Frau die einzig Unschuldige, neben ihrer Schwester und den Kindern natürlich, ein Geschlechterkrieg, eine gefährliche halt gemacht, einem Haus im Wald, das umliegende Grundstück gehört dem Jäger, viel Terrain, viel Gebiet, ein Kriegsveteran, der sich zurückgezogen hat in die Wildnis, nun mit einer halbnackten Frau vor Ort, ein seltener Besuch, ein verqueres Wesen, "It comes with the territory", es wird geflirtet, einseitig aber nur, es wird telefoniert, es wird geflucht, die Handlung simpel und gleichzeitig mehrdeutig, es wird aus einem Albtraum aufgewacht und ein neuer beginnt, vorher gibt es frischen Kaffee, ein 'Whack job' verlassen, einen neuen gefunden, das Alarmsystem schlägt an, die Waldhütte in Belagerung, Auswüchse von Gewalt und Brutalität, teilweise unnötig, Kill Crazy hier, von der Pest zur Cholera, ein Mensch mit dem Kaffeepott verbrannt und schließlich damit erschlagen, außerhalb des Bilde, es reicht das Ergebnis und die Imagination, das blutbesudelte Szenario, die Grausamkeit in der Einzeltat, die Frau zur Beute ausgemacht.
Mit narrativen Überraschungen wird hier durchaus gehandhabt, mit Steigerungen, mit Extremen, auch hier in Andeutungen, die ausreichen, im Schreien zweier Stimmen. Ein Zusammenbruch findet statt, eine Erkenntnis, ein Trauma, eigentlich mehrere davon, ein Bewältigen der Erfahrungen, ein Suchen nach dem Ausweg, die Inszenierung auf die Frau gerichtet und ihren Umgang mit den Umständen gerichtet, ein Versuch der Vortäuschung, der scheinbaren Anpassung, der Maskierung, des scheinbaren Verständnisses, des Überlegens nach einem Ausweg.
Mit ein psychologischer Thriller, man versteht die Situation der Frau, sie versucht anderen zu helfen in der eigenen Bedrohung, sie weiß um die Umstände, eine permanente Eskalation, selbst in der Verteidigung, ein Rausch der Gewalt, eine Spirale des Horrors, einem wird der Kopf mittig mit der Kreissäge abgetrennt, dem anderen mit der Schaufel die Halsschlagader aufgerissen, die Sympathien längst vorbei und verspielt, man ist auf der Seite der Verfolger bald. Ein fortschreitender Albtraum, ein Suchen nach Ausflüchten und Auswegen, vom Retter in weißer Rüstung zum Verbrecher, schlimmer als das, vor dem man ursprüglich geflüchtet ist; gute Miene zum bösen Spiel, aus einer simplen Prämisse ein Spannungskino gemacht