Die zweistündige Doku behandelt die Geschichte der kontroversen Postal-Reihe. Von der Firmengründung über die Besonderheit des ersten Teils, der 1997 für mediales Aufsehen und Killerspieldebatten sorgte, bis hin zur Spieleverfilmung durch Uwe Boll und den Hintergründen des technisch wie spielerisch desaströsen Postal 3 rücken auch die Entwickler selbst in den Fokus. Technisch ist die Doku gelungen: Neben Interviews mit Insidern und Experten werden Archivmaterial, nachgestellte Szenen und Animationen für eine visuell abwechslungsreiche Bebilderung eingesetzt. Tonal ist der Film eher satirisch bis schwarzhumorig und spiegelt so die Haltung der Macher und den Stil der Spielreihe wieder. Kritische Themen werden behandelt, dennoch dominiert die nostalgische Inszenierung mit starkem Fanservice. Die letzten 20 Minuten geraten dann zum reinen Imagefilm, aber die Fans werden es sicher mögen.